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Chronicles of Llandy

Verfasst: 10.04.2017 18:40
von Morth
Wütend knirschte Morth mit den zähnen das man es Knacken hören konnte, sein ganzer Körper war angespannt als er schnaubend das Schwert zurück in die Scheide schob,
kurz davor konnte man noch beobachten wie die Schwarze ölige Substanz sich wieder in das Schwert einzog als wäre es ein Schwamm.
„Luft!“
Knurrte er zornig wegen seiner entkommenen beute ehe er tief durchatmete und die Augen schloss worauf er für einen Moment wie in eine Trance verfiel, als er die Augen wieder öffnete war er wieder kalt und berechnend.
Zugleich öffnete er nun eine Verbindung zu Lucien als er selbst nach dessen Geist griff. Dennoch war der Verstand des Hexers, ..unangenehm..
Es hatte nichts mit dem Schutz zu tun den er größtenteils fallen gelassen und nur auf die tiefsten Gedanken und Geheimnisse beschränkt hatte, es war einfach seine verdrehte Psyche.
Man hatte das Gefühl einem schrecklichen Monstrum gegenüber zu sitzen, wie einer gigantischen Spinne die nur darauf wartet über einen her zu fallen.
Kurz darauf hüllte sich Morth wieder in Schwarzen Rauch ehe er als Rabe laut krächzend aufstieg und weite Kreise in der Luft zog.

Chronicles of Llandy

Verfasst: 10.07.2017 08:30
von Hikari
Die schweren von Schlamm beschmutzten Pranken ließen mit jedem Schritt Schlamm aufspritzen, als sich der massige Körper des Wolfes durch den Wald bewegte. Die Zähne tief in den Körper des Rehs geschlagen, welches Morth nach einer scheinbaren Ewigkeit entdeckt hatte.
Das Tier hatte keine Chance gehabt. Kein Schwert oder Bogen waren nötig gewesen, nur die rohe Kraft eben jener Kiefermuskeln, welche selbst jetzt, aber deutlich sanfter, das Mahlwerk des Ungetüms antrieben.
Es war sein Verantwortungsbewusstsein, dass ihn antrieb. Auch wenn sich der Dämon lieber selbst auf die Beute in seinem Maul gestürzt hätte, wusste er, dass er nicht der einzige wahr der davon satt werden musste und ja, wenn so darüber nachdachte, würde zumindest die nicht-dämonische Hälfte ihrer Gemeinschaft gesättigt werden. Silberklaue und er würden sich wohl nur einen Tropfen auf dem heißen Stein gönnen. So hebt er für einen Augenblick den Blick und versucht den Magier in seiner gefiederten Gestalt, hochhoben am Himmel zu finden. Vielleicht hätte der Wolf darauf beharren sollen, dass der Rabe weitersuchte… doch er war kein Narr. Nicht dumm genug zu glauben, dass hier noch mehr Beute zu holen war. Es herrschten Krieg und Chaos in dieser Welt und wer nicht selbst zum Jäger wurde, um einen Tag länger zu leben, der wilderte und verkaufte das Fleisch teuer. Ihre Aussichten waren von Anfang an eher schlecht gewesen. Hunger oder nicht: Lucien hatte kein Recht sich über ihre Beute zu beschweren – nicht, wenn sie einen Großteil der Gefährten sättigen würde.
Seine rechte Pranke stieß zuerst durch das Unterholz, welches die Lichtung umgab auf welcher sie rasteten. Er wusste nicht was er erwartet hatte, aber definitiv nicht, dass ihn Helena und ein erschöpft wirkender Roderik erwarteten. Das Reh ging zu Boden, während der Wolf versuchte eine Uhrzeit auszumachen. Sein Plan war es gewesen zurück zu sein, bevor Helena aufwachte, das Tier auszuweiden, bevor sie die Chance hatte dies mitzuerleben und ganz gewiss hatte er nicht gewollt, dass sie die wahre Gestalt der Bestie sah, welche er war. Für einige Augenblicke stand das Tier dort unfähig sich zu bewegen. Dann als ihm klar wurde, dass leugnen keinen Zweck mehr hatte, rief er die Nebel. Ein zweites Mal an diesem Tag hörte man das Bersten von Knochen und das Reißen von Haut und als die Geräusche verstummten und der Nebel sich löste, beugte sich Lucien hinab zu ihrer Beute, packte das Wesen an den Läufen und zog es näher zum Feuer. Erst als er sich sicher war, dass Morth irgendwo in seiner Nähe war, löste der Wolf die Verbindung zu dem Raben und wickelte sich etwas enger in den schwarzen Pelz und vermutlich machte in diesem Moment ‚Von einem lebenden Tier‘ endlich einen Sinn.
Die braunen Augen glitten von Helena zu Roderik und zumindest, als sie letzteren erreichten, sah man so etwas wie Erleichterung und schließlich bildete sich ein schwaches Lächeln auf den Lippen des 27 Sommer alten Mannes. „Endlich…“ Die Worte schienen ihm genug zu sein. Ausreichend, um all die Sorgen, die er sich um den Menschen gemacht hatte, auszudrücken. Genug um die Freude über seine Widerkehr widerzuspiegeln. Hätte er zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass Helena alleine im Wald gewesen war, hätte seine Reaktion ihr gegenüber sicherlich anders ausgesehen. So, wich er lediglich ihrem Blick aus und machte sich auf die Suche nach einem Messer mit welchem er ihre Beute ausweiden konnte.

Chronicles of Llandy

Verfasst: 12.08.2017 17:29
von Drachenschmetterling
Helena kniete neben Roderick und redete sanft mit ihm und Silberklaue, während sie Roderick das Blut von der Lippe wischte. Es knackte leise im Unterholz, als Lucien zurückkam. Silberklaue hob den Kopf und Helena fuhr sofort herum.
Erschrocken starrte sie den großen schwarzen Wolf mit dem Reh im Maul an. Unfähig sich zu bewegen schaut sie zu, wie die Nebel den Wolf verhüllten. Das nun folgende Geräusch ließ ihr das Blut in den Knochen gefrieren, so grausam hörte es sich an. Vor ihren Augen stand nun Lucien in seinen schwarzen Pelz gehüllt. Von einem Lebenden Tier… von ihm…
Er kam auf sie zu und zog das tote Reh, die Beute ihrer Jagt, hinter sich her. Sie sucht kurz mit den Augen nach Morth, doch als Lucien sprach zog er automatisch ihren Blick auf sich. „Endlich…“ Als hätte Roderick nicht alles versucht um wieder her zu kommen, aber sie hörte auch Luciens Erleichterung.
In dem Moment, wo er an ihr vorbei gehen wollte auf der Suche nach irgendetwas griff sie seine Hand und hielt ihn zurück. Einen Moment lang zögerte sie und sah ihm in die Augen, auch wenn er bisher ihrem Blick ausgewichen war. „Er ist verwirrt. Er braucht seinen Freund. Seit ich ihm auf der Lichtung gefunden hab redet er wirr, aber er hat nach dir gefragt. Bitte rede mit ihm. Dir sagt er vielleicht, was passiert ist.“ Flehte sie ihn leise und eindringlich aus ihrer knieenden Position her raus an.

Chronicles of Llandy

Verfasst: 12.08.2017 21:32
von Hagen
...Roderik mustert Silberklaue, den alten Wolfsdämon, mit leicht misstrauischem Blick...er schaut zu, wie Helena nach dem Wolf sieht...als sie das Blut und den deck aus Roderiks Gesicht wischt, lässt dieser es geschehen, ohne eine Reaktion zu zeigen...ein Knacken lässt seine Hand zum Schwertgriff fahren, er zieht es halb aus der Scheide und starrt das sich ihm bietende Bild an...er weicht zurück und schaut sich um, als suche er etwas...er zittert und sein flackernder Blick bohrt sich in den Blick Luciens...seine Lippen bewegen sich, als er lautlos Worte formt...als Helena Luciens Hand nimmt und redet, knurrt er mit heiserer Stimme "Geh weg von dem Dämon...komm her, Helena...bitte..." er fasst den Schwertgriff fester und sein Blick huscht zu Silberklaue...könnte er sich gegen zwei dieser Ungeheuer behaupten in seinem zstand? Helena schützen?