Mythos

In der Inplay-Area finden Rollenspiele mit dem Genre "Fantasy" statt.
Benutzeravatar
Yoosei
Beiträge: 174
Registriert: 27.12.2016 13:15

Re: Mythos

Beitrag #11 von Yoosei » 27.12.2016 13:21

Nylea

Grinste als sie erkannte, dass es sich um eine Diebin handelte. Zumindest schien sie vorzuhaben zu stehlen. Kurz ließ sie ihre Blicke durch ihre Umgebung schweifen, da sah sie jemanden, einen Mann, der scheinbar auch, wie sie dem Schauspiel zu schaute. Er war blaß, seine Augen waren die einer Katze und schüttelte seinen Kopf wie zu sich selbst. Anari achtete jedoch weiterhin auch auf den "Handel "um die SChlangenfrau und drückte sich noch etwas weiter in ihr versteck.
Benutzeravatar
Morth
Beiträge: 95
Registriert: 27.12.2016 12:17
Wohnort: Emden
Kontaktdaten:

Re: Mythos

Beitrag #12 von Morth » 27.12.2016 13:22

„V..vom Nahen?“ der Händler schluckte nervös und stolperte der Kitzune
die nun so kindlich erschien hinterher, er begann leicht zu schwitzen.
Entweder verlief das Gespräch nicht wie er es sich erwünschte,
oder er hatte mehr angst vor der Schlangenfrau
als er bis jetzt zeigen wollte.
„Ein Geschenk ja? Für einen Sammler?
Nun dann kann er sich wahrlich glücklich schätzen,
wie ihr sieht ist dies ein ausgezeichnetes Exemplar,
vielleicht etwas störrisch und wild aber jung,
ansehnlich und musikalisch sehr begabt.“

Die Lamia erstarrte mittlerweile scheinbar zu einer Statue.
Es war überhaupt schwer zu erkennen, das sie überhaupt noch atmete.
Doch ihre rasselartige Schwanzspitze zitterte als einziges Körperteil,
immer nervöser und lauter.
Wenn man ganz genau hinsah erkannte man vielleicht,
das sie gerade dabei war sämtliche Muskeln in ihrem Körper an zu spannen,
ähnlich wie ein Läufer vor dem Sprint, oder ein Krieger vor dem Ansturm.
„Ahh dieser Art Kopfschmuck ist hier zu lande üblich,
gleichermaßen beliebt bei Adeligen, Priesterinnen und in Harems.
Euch wird er mit Sicherheit auch stehen,
wenn ihr sie kauft ist der Schmuck,
den sie an sich trägt natürlich kostenfrei.
aber ihr findet hier auf dem Markt sicher auch Juweliere
die euch welchen verkaufen oder sogar nach Wunsch anfertigen.“

Die Unsicherheit in der Stimme des Händlers wich allmählich wieder seiner
alt bewährten schmierigkeit.
Benutzeravatar
Yoosei
Beiträge: 174
Registriert: 27.12.2016 13:15

Re: Mythos

Beitrag #13 von Yoosei » 27.12.2016 13:24

Wolfsmond

Ramieres hielt nichts von diesem Feilschen und Handeln und dazu ging es hier um Wesen. Das war nicht so als kauft man sich ein Hund. Es war der SklavenMarkt und eigentlich ging es ihn nichts an. Doch warum auch immer er sprach seine Gedanken aus. Verfluchter Abschaum steht hier und feilschen um Wesen, die ihr als Minderwertiger als Euch selber anseht.
Seine Augen begannen sich langsam in ein dunkel Rot zu färben, das ganze hier reizte hin zusehends.
Benutzeravatar
Drachenschmetterling
Beiträge: 95
Registriert: 27.12.2016 15:32

Re: Mythos

Beitrag #14 von Drachenschmetterling » 27.12.2016 13:27

Das große Schiff auf dem die Pferde den Ozean überquert hatten, hatte vor einigen Stunden angelegt. Thalia war froh nach Wochen endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Doch hier in der Stadt fühlte sich der Boden tot und leblos an, während alles um sie her wusselte und bebte. Ganz anders als die Städte in Nevallon, deren Böden aus harter Erde bestehen und die Menschen von solch einer Ruhe geprägt sind.
Die junge Frau streckte sich an Deck und Band ihre wilden braunen Locken zurück. Lagen sie sonst in sanften Wellen, so hatten sie sich durch die Meerluft in wilde Bestien verwandelt, die nass vom Schweiß an ihrem Körper klebten.
Eine Gruppe großer blonder Männer holte die Hengste von Bord. Die Tiere schnaubten aufgeregt und weigerten sich, die Planke hinab zu gehen, die sie vor einigen Wochen fast genauso widerwillig hinauf gestiegen waren.
Nicht nur die stolzen Pferde lenkten die Aufmerksamkeit vorübergehender Bürger auf sich, nein, auch die kräftigen Männer in ihrer schlichten, aber offensichtlich teuren Kleidung, die so eindeutig aus dem Norden stammten, mit ihren blonden Haaren, den blauen Augen und der blassen Haut, zogen die Blicke einiger junger Frauen auf sich.
Grinsend lehnte die braunhaarige an der Rehling und beobachtete, wie ihre Brüder nach und nach die Pferde hinab führten und an einem Zaun neben dem Schiff festbanden und dabei immer wieder charmante Blicke zu den Damen warfen.
Grinsend schüttelte sie den Kopf, als ihr Vater auf sie zu kam "Wie gefällt es dir hier Thali? Die große Stadt Nandison." Er deutete mit einer großen Armbewegung auf die Stadt und legte den anderen Arm um sein kleines Mädchen. Sie lächelte liebevoll zu ihm hinauf. "es ist unfassbar. So viele Menschen. Selbst in Airgead-Tùr und Rûn habe ich noch nie so viele auf einem Haufen gesehen." Der große Mann lachte und strich ihr kurz über das Haar. "Schaffst du es Gaoth, Toirm und Teine alleine zur Karserne zu bringen? Der Hauptmann will sie so schnell wie möglich sehen und deine Brüder haben mit dem Abladen alle Hände voll zu tun." Er sah zu den jungen Männern hinab. "Und danach werden sie wohl eine Pause fordern um die Kultur des Landes kennen zu lernen."Sie nickte leicht und grinste. Sie beide wussten, dass es den Brüdern viel weniger um die Kultur ging, als um die hübschen Frauen. "Gut, du musst einfach nur der großen Straße über den Sklavenmarkt folgen, dann kommst du direkt zur hohen Mauer der Kaserne. Melde dich dort und zeig ihnen, was für Ware wir bieten können. Die Mauer kannst du von hier aus sehen." Er deutete über die Rehling in die Richtung in die ihr Weg sie nun führen würde. "Ja Vater. Sie werden begeistert sein und wir können bald mehr Pferde hier her bringen." Thalia hatte sich schon von der Rehling abgestoßen und lief die Planke hinab, da rief ihr Vater ihr noch nach "Pass gut auf dich auf und lass dich nicht von den Sklavenhändlern bedrängen. Es ist widerlich, was sie mit manch junger Frau tun."
Sie lächelte sanft und nickte. Ihr Vater liebte sie, liebte sie von ganzem Herzen und sie trieben Schuldgefühle um, weil er nicht ihr Vater war. Er hatte es geahnt, aber sein Verdacht gegen seine Frau war falsch gewesen. Sie war eine treue Frau und hatte ihm 6 Söhne und 4 Töchter geschenkt. Lediglich das sechste von 11 Kindern war nicht seins, aber auch nicht ihres. Das sechste Kind war ein Wechselbalg. Sie war ein Wechselbalg.
Sie hatte immer gewusst, dass mit ihr etwas anders war. Ihre ganze Familie war groß und kräftig, blond mit blauen Augen. Sie hingegen war klein und zierlich und hatte braunes Haar, aber erst als sie Dinge spürte, die kein normaler Mensch spüren dürfte hatte sie verstanden, dass es irgendwo da draußen eine Hexe gab, die ihr Kind getauscht hatte. Seitdem trieb sie der Gedanke um, dass sie fort müsse, fort um zu lernen ihre Fähigkeiten einzusetzen, Doch dafür bräuchte sie einen Meister. In Nevallon ging niemand mit magischen Kräften besonders offen damit um, da es immer sein konnte, dass man dafür verbrannt wurde.
Thalia hatte sich die drei jungen Noriker geschnappt und sich auf den Weg gemacht. Es war ein faszinierendes Bild, wie diese riesigen Tiere, die zuvor noch schnaubend und steigend am Steg festgebunden waren, nun schon beinahe lammfromm, neben dieser zierlichen Frau her schritten mit aufmerksam gespitzten Ohren und stolz erhobenem Schweif.
Alle Menschen machten ihr Platz aus Angst von diesen Kolossen zertrampelt zu werden.
Sanft redete die junge Frau auf die Tiere ein, aber sie war mindestens genauso von ihrer Umgebung gebannt wie die Tiere.
Sklavenhändler... Menschen die tatsächlich andere Menschen verkauften. Aber was für Menschen? Die unglaublichsten und verstörendsten Formen von Menschen. Mit Fellen und Hörnern. Ein Wasserdämon aus ihrer Heimat wurde hier sogar feil geboten. Aber Eines davon erregte ganz besonders ihre Aufmerksamkeit. Eine junge Frau, deren Augen verbunden waren und deren Leib im schuppigen Schwanz einer Schlange endete. Eine Gruppe von Menschen beobachtete den Handel einer Frau mit dem dicken, schmierigen Besitzer dieser ungewöhnlichen Kreatur.
Thalia hielt inne. So etwas kannte sie aus Nevallon nicht. Hier wurde wirklich auf offener Straße um ein Menschenleben verhandelt. Sie hatte dies immer für einen Mythos gehalten.
Mit offenem Mund stand sie da und war wie paralysiert vom Anblick dieser Szene. Leider galt das nicht für die jungen Hengste an ihrer Hand. Die beiden Rappen, Toirm und Teine begannen nervös zu tänzeln. Gaoth, jedoch, der jüngste der drei, sprang zur Seite, rutschte auf den glatten Sandsteinen weg und landete scheppernd in einem Stand mit Hölzernen Schalen und Statuen. Erschrocken stiegen die beiden noch bei Thalia verbliebenen Pferde und sorgten, mit Gaoth zusammen für einen riesen Chaos, da alle versuchten möglichst schnell aus der Reichweite der schweren Hufe zu gelangen.
Benutzeravatar
Hikari
Beiträge: 163
Registriert: 27.12.2016 11:22

Re: Mythos

Beitrag #15 von Hikari » 27.12.2016 13:30

Die fliederfarbenen Augen der Kitsune huschten erneut durch die Gegend. Von der Lamia zu dem Mann, welche an der Hausecke gelehnt hatte und wieder zurück zu dem Händler. Nur kurz streift ihr Blick die junge Frau, welche offensichtlich drei Pferde über den Umschlagplatz zu führen gedachte. Ich schätze, dann werde ich mir wohl so ein Stück anfertigen lassen. Grün...ich habe eine gewisse Abneigung gegen diese Farbe. Soll sie ihren Schmuck behalten. Wieder kam die junge Gottesdienerin einen Schritt auf den Mann zu, ihre Hand legte sich erneut wie selbstverständlich auf den Arm des Händlers und strich beinahe zärtlich über eben jenen. Ihr Haupt neigte sie leicht um dem - ihrer Meinung nach - abstoßenden Fettsack einen verführerischen BLick durch lange Wimpern zuwerfen zu können. Ich denke wir sollten über den Preis reden, meint ihr nicht? Sie war noch einen Schritt näher gekommen. Während ihre Stimme nur noch ein leises Flüstern war, war ihr Körper dem des Händlers nah genug gekommen um ihn die unter dem Stoff gut verdeckten, spärlichen Rundungen erahnen zu lassen. Vielleicht irgendwo, wo wir ungestört sind? Sie hatte sich auf die Zehenspitzen gestellt, ihre Lippen berührten fast das Ohr des Händlers und ihr Atem strich über seinen Hals. Vermutlich wäre sie bereit gewesen mit diesem Ekel zu schlafen um an den Schlüssel zu kommen, aber genau in dem Moment als dieser Gedankengang sich in ihrem Gehirn breitmachte, riss sich eines der Pferde los und stürzte auf dem Sandstein ausrutschend in einen der Stände. Für einen Moment wirkte die Kitsune gleichermaßen erschrocken über diesen Vorfall, wie alle anderen Umstehenden. Ihr Blick war fast genauso schnell wie ihre Hand bei dem Schlüssel des Händlers und ehe er in dem Chaos die Chance bekam, die Diebin zu fassen, stolperte Reika auf ihren Sandalen im wahrsten Sinne des Wortes rückwärts. Es war ihr Glück, dass sie sich so nah am Schloss platziert hatte, andernfalls hätte man sie geschnappt bevor sie die Ketten überhaupt hatte lösen können. So hatte sie immerhin die Chance es ein zweites Mal zu versuchen, nachdem beim ersten Versuch der Schlüssel, dank ihrer zitternden Hände vom Schloss abgerutscht war. Ein Laut der Erleichterung verließ ihre Lippen als die Ketten klirrend zu Boden gingen, dann stand sie wie angewurzelt da. Wie sollte sie hier eigentlich weg kommen? Verzweiflung machte sich in ihrem Blick breit und da wo sie eben nicht eine einzige Wache gesehen hatte, schienen jetzt gute zwei Dutzend auf sie zu warten....
"...I’m not the man who jumps in the line of fire. But that’s the kind of man you deserve so… I’ll do my best"
Lowell Tracey
Benutzeravatar
Morth
Beiträge: 95
Registriert: 27.12.2016 12:17
Wohnort: Emden
Kontaktdaten:

Re: Mythos

Beitrag #16 von Morth » 27.12.2016 13:30

Deutlich ist zu erkennen, wie der fette Händler sich um den Finger wickeln lässt. Doch wird er langsam nervös, geradezu skeptisch.
„Ungestört reden ja? Also gut ich denke wir könnten..“
Zuckend fährt er zusammen, springt schon fast auf als die Pferde die umliegenden Stände zu verwüsten beginnen.
Japsend taumelt er leicht zurück und bemerkt nicht einmal, wie ihm die Schlüssel geklaut werden.
Die Lamia verbleibt die ganze Zeit weiterhin regungslos und angespannt, man könnte fast meinen sie wäre eine Statue,
wenn sie nicht ununterbrochen mit der Rassel am Schwanzende klappern würde.
Man hat fast den Eindruck das sie gar nicht bemerkt wie sich die Kitsune an ihrem Fesseln zu schaffen macht.
Doch kaum ist das Schloss offen, stemmt sich ihr zusammengerollter Schlangenleib auf, wie eine Sprungfeder unter Spannung,
als sie sich mit derartiger Wucht auf den Händler stürzt, das er gegen die gegenüberliegende Hauswand gepresst wird.
Ihre giftigen Fangzähne rammt sie ihm in den Nacken.
Auf einmal ist es in der Marktgasse totenstill. Niemand scheint sich mehr über die zertrümmerten Waren zu kümmern und man kann nur das Würgen des Händlers hören,
während seine Ehemalige Ware sich langsam um ihn schlängelt bis man nur noch seine Gliedmaßen zwischen ihren Windungen herausragen sieht.
Als dann ein lautes wiederwertiges Knacken zu hören ist und sein Arm unnatürlich absteht,
scheint die Meute langsam zu begreifen was vor sich geht und in einem Lauten Tumult versuchen sie links und rechts aus der Gasse zu fliehen.
Wobei sie die herannahenden Wachen behindern, die dennoch, wenn auch nur langsam, aus beiden Richtungen auf den Sklavenstand zukommen.
Benutzeravatar
Drachenschmetterling
Beiträge: 95
Registriert: 27.12.2016 15:32

Re: Mythos

Beitrag #17 von Drachenschmetterling » 27.12.2016 13:30

Auf dem Marktplatz herrschte das absolute Chaos, Menschen schrien und Gaoth verstand die Welt nicht mehr. Er rappelte sich auf und schüttelte sich kräftig in den Trümmern des Marktstandes und stieg erschrocken, als eine junge Frau schreiend vor ihm davon lief.
Unsicher sprang er von links nach rechts und riss einen Soldaten von den Füßen. Erneut schüttelte sich das kräftige Tier und sprang in den Galopp. Polternd rannte er in eine der breitesten Gasse und trieb eine Masse von Menschen vor sich her.

Die zwei massigen Rappen bäumten sich vor Thalia auf und wieherten wild. Sie hatte alle Mühe mit den zweien, dass sie nur kurz bemerkte, wie der Dritte von ihnen verschwand.Fluchend und Energisch ging die zierliche Frau auf die Pferde zu. "Toirm, Teine! Schluss jetzt!" schrie sie die Rappen über den tosenden Lärm an und ruckte an den Stricken. Die Hufe setzten neben ihr ab und die Pferde tänzelten nervös und zerrten an den Stricken, während sie rückwärts wichen .
Thalia hielt die Tiere fest, rutschte aber über den Sandstein so, dass sie direkt neben der Kitsune stand, als die Lamia sich in Bewegung setzte und den Händler Angriff.
Plötzlich war alles still, selbst die Pferde starrten erschrocken die Lamia an nachdem sie ihre Zähne tief im Fleisch des Händlers vergraben hatte. Der Geruch von frischem Blut füllte die warme Luft und das Würgen des Händlers halte von den Hauswänden wieder.
Thalia starrte die Schlangenfrau mit großen Augen an genau wie ihre vierbeinigen Begleiter. Übelkeit stieg in der Braunhaarigen auf. Diese Grausamkeit mit der sie ihr Opfer erledigte, diese kalte und brutale Vorgehensweise erschreckten sie zu tiefst und dann huschte ein Bild durch ihren Kopf. Hexen auf dem Scheiterhaufen. Unschuldige Frauen, die nie jemandem etwas böses getan hatten und nur ihr Leben leben wollten und wie sie geschrien hatten. Hatte dieses Geschöpf eine ähnliche Hölle durchgemacht? In Nevallon würde auch sie sterben und hier wurden sie wie Ware behandelt. Ein Gut mit dem man handeln konnte. Nicht wie die Wesen mit Verstand und Herz, die sie alle waren. In dieser Welt waren sie die Verstoßenen.
Sie warf der Kitsune einen kurzen Blick zu. Diese Frau hatte ihr Leben riskiert um die Lamia zu retten. Neben ihnen knackte es, als die Schlange ihr Opfer zerquetschte und Thalia zuckte zusammen. Die Pferde verbargen sie noch vor den Wachen, doch sie wurden wieder nervöser und wollten von der Lamia wegdrängen. "Ihr müsst verschwinden... Nutzt das Chaos und flieht." sagte die junge Frau leise und ließ die Pferde los.
Es sah aus, als hätten sie sich los gerissen und in ihrer Panik rannten sie los. Dabei rissen sie Wagen und Stände um und sprengten auch die Soldaten auseinander. Thalia lief los. Tat als versuche sie die Tiere einzufangen, aber jedes Mal drängte sie die beiden nur in neue Ecken, in denen sie Chaos stiften konnten.
Die Soldaten sollten abgelenkt von den randalierenden Pferden, diese für die Quelle des Chaos halten, die sie auch wahren und Thalia hoffte, dass so die Aufmerksamkeit erst auf den Händler fiel, wenn die beiden Frauen schon geflohen waren.
Benutzeravatar
Hikari
Beiträge: 163
Registriert: 27.12.2016 11:22

Re: Mythos

Beitrag #18 von Hikari » 27.12.2016 13:32

Die junge Frau zuckt mehrfach zusammen, als die Pferde so ungestüm über den Platz poltern und die Menschen schreiend umherrennen. Der Lärm ist für die Gottesdienerin schmerzhaft und aus einem reinen Reflex presst sie sich die Hände auf die Ohren. Die Augen zusammengekniffen, steht sie einige Augenblicke zur Salzsäule erstarrt da.
Während ihrer Befreiungsmission war sie so sehr auf ihr Handeln fixiert gewesen, dass sie den Lärm nur als wages, hintergründiges Rauschen vernommen hatte, aber jetzt wo er mit voller Wucht auf sie niederfuhr, lähmte er sie.
Die plötzliche Stille, als die Lamia ihre Zähne in den Händler schlägt, erlöst die junge weißhaarige Frau aus ihrer Starre und man sieht, wie sie sich sichtlich verwirrt umblickt und den Grund für die Stille sucht. Als sie ihn schließlich findet weiten sich ihre fliederfarbenen Augen vor Angst und ein Schrei baut sich in ihrer Kehle auf. Gerade noch rechtzeitig schlägt sie die Hände über ihrem Mund zusammen und weicht sichtlich panisch vor der Lamia zurück, wobei sie immer wieder Worte wie Nein… Nein… das darf nicht sein! vor sich hinmurmelt. Ihre zitternden Hände rutschen dabei von ihrer verdeckenden Position weit hinab an ihre Hüften und krallen sich in den Stoff ihres Kimonos, während sie ihren Kopf vehement schüttelt und weiterhin immer wieder flehend das Wort Nein, stammelt. Als sie dann das Knacken vernimmt und sieht wie der eine Arm des Händlers in einem durch und durch unnormalen Winkel von seinem in den Windungen der Lamia zerquetschten Körper absteht, verliert die ohnehin schon blasse Frau jegliche Farbe. Ein stummer Schrei verlässt ihre Lippen und Tränen sammeln sich in ihren Augen und laufen sanft die Wangen der Dienerin hinab, während ihre Beine nachgeben. Hart stürzten ihre Knie auf den Boden, aber die Kitsune scheint es in ihrem apathischen (?) Zustand gar nicht mehr zu bemerken… wenn man genau hinhört merkt man, dass sie wieder leise Worte vor sich hinmurmelt, während sie vereinzelt durch die Tränen erschüttert ein Wort verschluckt. Das wollte ich nicht... ich wollte nur helfen… Ich… wollte das nicht.
Fast wie ein leises Mantra wiederholt sie die Worte wieder und wieder. Erst die Worte der jungen Frau mit den Pferden rissen sie aus ihrer Starre und die mädchenhafte Frau rannte auf ihren Sandalen los. Erst in die eine Richtung und als ihr der Weg versperrt wurde in die andere. Einmal stürzt sie bei ihrem Fluchtversuch und ist gerade dabei sich durch ihren Kimono behindert wieder auf die Füße zu stemmen, als grobe Männerhände sie unsanft am Handgelenk packen und sie auf die Füße zerren. Das dankbare Lächeln verschwindet von ihren Zügen, als sie einer Wache in die Augen starrte, welche es irgendwie in dem Chaos geschafft hatte zu ihr vorzudringen. Ihr Versuch sich von diesem Mann loszureißen scheitert, da sie ihm schlicht weg unterlegen ist und für einige Augenblicke starrt die fremdländische Frau entsetzt in die Augen ihres Angreifers, ehe ihr der Gedanke kommt auf die möglichst einfachste Art zu fliehen. Mit einem schnellen Stoßgebet zu ihrer Göttin, hüllt sich die Gestalt der Frau in Nebel, als dieser sich löst und die verwirrte Stadtwache endlich wieder freie Sicht hat, sieht man nur einen weißen, zweischwänzigen Fuchs davon flitzen, welcher der Wache, die mehrfach versucht ihn in die Hände zu kriegen immer wieder elegant entgleitet und zwischen den Beinen der panischen Menschen versucht zu entkommen…
"...I’m not the man who jumps in the line of fire. But that’s the kind of man you deserve so… I’ll do my best"
Lowell Tracey
Benutzeravatar
Morth
Beiträge: 95
Registriert: 27.12.2016 12:17
Wohnort: Emden
Kontaktdaten:

Re: Mythos

Beitrag #19 von Morth » 27.12.2016 13:33

Ein befriedigtes Grinsen zeigte sich auf den Lippen der Lamia, als sie sich noch mehr um dem Leib des Händlers wand und wiederholt ein lautes Knacken zu hören war.
Doch schließlich erstarb das Lächeln und ihr Gesicht wurde seltsam ausdruckslos, ehe sie den Schlangenleib wieder aufwickelte.
Die Kleidung des Händlers saß schief als wäre sie um ihm herum gedreht worden, während Arme und Beine so schlaff wirkten als hätten sie keine Knochen mehr in sich.
Nur das aus der Haut stechende Schienbein auf der linken Seite deutete an das sie allesamt mehrfach durchgebrochen wurden.
Sein Gesicht war verzerrt zu einem Anblick des Grauens, Panik war noch immer in seinen toten Augen zu erkennen während er völlig blau angelaufen war,
abgesehen von den Bisswunden in seinem Hals von denen sich weiße Adern aus zu breiten scheinen.
Die Lamia saß einfach reglos daneben und schien in die Sonne zu blicken als die Wachen immer näher kamen.
Fast hatte man den Eindruck das sie sich einfach einfangen, oder wohl eher abschlachten lassen würde, schien ihr doch alles um sieh herum völlig egal zu sein.
Doch im letzten Moment Setzte ihr Überlebensinstinkt wieder ein, worauf sie der zum Hieb ausholenden Wache den Säbel
mit der Schwanzspitze aus den Händen schlug und sich windend zwischen der schreienden Masse hindurch bahnte.
Kurz hielt sie bei der braunhaarigen Frau inne, die die Pferde auf den platz geführt hatte und schien sie zu Mustern,
auch wenn ihre Augen vom Schleier völlig verhüllt waren. Doch sah man kurz ihre schlangenartige Zunge hervorblitzen,
bevor sie sich ruckhaft umdrehte und der kizune hinterher glitt, wobei sie Passanten und Wachen mit ihrem Schlangenleib links und rechts zur Seite stieß.

Plötzlich tauchte eine Massige Gestalt, noch in einiger Entfernung vor der Kizune auf. Dieser jedoch war keineswegs so fett wie der Händler,
aber dennoch so breit dafür fast doppelt so groß und schien nur aus Muskeln und blutroter Haut zu bestehen.
Unter seinem schwarzen enganliegenden Turban ragen kurze Gebogene Hörner aus seiner Stirn hervor.
Während er den gleichen Schuppenpanzer wie die Stadtwachen trug, sowie einen gewaltigen Krummsäbel fast schon übertrieben groß,
doch passend zu seiner eigenen Körpermasse.
„Wer den Fuchs und Die Schlange einfängt bekommt den dreifachen Sold! Wenn aber nur eine von den Beiden entkommt,
bekommt ihr ALLE die nächsten drei Monate GARNICHTZ!“

Bellte er seine Befehle den anderen Wachen zu, ohne die Kizune dabei aus den Augen zu lassen, welcher er beinahe schon gelassen entgegen kam
und dabei seinen Säbel anhob, auch wenn er noch Weit entfernt zu sein Schien.
Benutzeravatar
Drachenschmetterling
Beiträge: 95
Registriert: 27.12.2016 15:32

Re: Mythos

Beitrag #20 von Drachenschmetterling » 27.12.2016 13:33

Es knackte grausig kurz bevor Thalia sich auf machte ihre Pferde wieder einzufangen. Sie drehte sich um und sah das ja schon fast zufriedene Grinsen der Lamia. Kalt lief es ihr den Rücken hinunter. Wie konnte jemand nur so grausam morden? War es die reine Gier nach Gewalt und Blut oder hatte dieser Händler es vielleicht sogar verdient? WIe mochte er wohl mit seiner Ware umgegangen sein?
Thalia würde es nie erfahren und sie war auch nicht scharf darauf, es jemals am eigenen Leib zu spüren wie es wäre verkauft zu werden oder von dieser Schlange ermordet zu werden.
Also rannte sie los. Die heiße Luft füllte ihre Lungen und ihre Füße fanden kaum Halt auf dem Sandstein, der sich so taub anfühlte. Der Boden in ihrer Heimat bebte und atmete, bei jedem Schritt spürte sie den Herzschlag der Natur unter sich. Aber hier war nichts. Bloß leerer fester Stein.
Die Reaktion der Kitsune über den grausigen Mord der Lamia an dem Händler, zeigt Thalia, dass sie kein schlechter Mensch war und als eine der Wachen sie griff, wollte die junge Frau zur Hilfe Eilen erstarrte aber in der Bewegung, als sich die Frau vor ihren Augen in einen zwei schwänzigen Fuchs verwandelte.
Sie war also auch ein magisches Wesen. Nun langsam verstand sie, weshalb die Frau ihr Leben riskiert hatte um die Lamia zu retten. Sie hatte in den besten Absichten gehandelt und man konnte ihr nicht die Schuld geben, an dem was danach passierte.
Nach einigen Minuten waren sie und die Pferde klitsch nass geschwitzt. Sie hatten für so viel Chaos gesorgt wie es ihr möglich gewesen war und sie hoffte, dass der Fuchs und die Schlange hatten fliehen können. Doch der Ruf des bulligen Gehörnten hatte die meisten Wachen, die Pferde vergessen lassen und so ergriff die junge Frau die Gelegenheit sich selbst aus der Schussbahn zu ziehen.
"Teine! Toirm!" schrie sie und die Pferde hielten einen Moment lang inne. "Ruhig..." begann sie ein Mantra, dass jedes der Pferde kannte. Sie benutzten es immer, wenn eines der Pferde nervös wurde oder ängstlich geflohen war. "Alles wird gut... Kommt her." Sie zog die vokale und atmete ganz ruhig. Langsam senkten die Pferde den Kopf und sie konnte auf sie zu gehen.
Nachdem sie die Stricke gegriffen hatte dirigierte sie den kleineren der beiden Rappen neben eine Kiste an einen der zerstörten Stände und sprang auf. Ein Pferd bei Seite ging sie vom Platz unbeachtet von den vielen Wachen.
Ihre Gedanken wanderten immer wieder zu der Kitsune und hoffte, dass sie ein gutes Versteck gefunden hatte, während sie auf der Suche nach Gaoth in Richtung Kaserne ritt.
Dort angekommen erklärte sie der Wache, dass es ein Unglück auf dem Marktplatz gab. Die Männer hatten schon von dem Tumult gehört und ließen sie passieren, als sie erklärte, dass sie zu dem Pferdehändler aus dem Norden gehörte, der ihnen neue Schlachtrösser brachte.
Sie sorgte sich, da eines der Tiere fehlte und erklärte Wortreich dem Stallmeister wie es dazu kommen konnte ohne jedoch ihre Rolle bei der Flucht der Missetäter zu erwähnen. Niemand verdächtigte sie, dieses zarte Mädchen die Pferde absichtlich aufgescheucht zu haben.
Grimmig erklärte er, dass sie selbst das Tier wieder einfangen müsste,er habe keine Männer dafür. Sofort stimmte sie zu, gab es ihr doch eine Ausrede sich in der Stadt umzuhören, was aus den beiden Flüchtigen geworden war.

Zurück zu „Inplay-Area“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


  • You do not have permission to post in chat.
@ Hagen « Di 6:57 pm »
has edited: Hagens Chars
@ Hikari « Mo 8:30 am »
has replied to: Chronicles of Llandy
@ Hikari « Sa 10:27 am »
has replied to: Gangs of New York (Privi)
@ Hikari « Sa 9:39 am »
has edited: Vampir-Play
@ Hikari « Sa 1:53 am »
has replied to: Vampir-Play
@ Hikari « Sa 1:07 am »
has edited: Chronicles of Llandy
@ Hikari « Fr 9:56 pm »
has edited: Hagens Chars
@ Hikari « Fr 9:09 pm »
has replied to: Gangs of New York (Privi)
@ Hikari « Fr 9:08 pm »
has replied to: Gangs of New York (Privi)
@ Hikari « Fr 9:08 pm »
has replied to: Gangs of New York (Privi)
@ Hikari « Fr 9:08 pm »
has replied to: Gangs of New York (Privi)
@ Hikari « Fr 9:07 pm »
has replied to: Gangs of New York (Privi)
@ Hikari « Fr 9:03 pm »
has replied to: School-Days
@ Hikari « Fr 8:50 pm »
has replied to: School-Days
@ Hikari « Fr 8:43 pm »
has replied to: School-Days
@ Hikari « Fr 8:42 pm »
has replied to: School-Days
@ Hikari « Fr 8:41 pm »
has replied to: School-Days
@ Hikari « Fr 8:41 pm »
has replied to: School-Days
@ Hikari « Fr 8:41 pm »
has replied to: School-Days
@ Hikari « Fr 1:46 pm »
has started a new topic: Frühjahrsputz
@ Morth « Do 6:40 pm »
Hallöchen
@ Tokester « Mi 11:54 pm »
Ho-ho-ho-ho-hoo
@ Morth « So 11:35 am »
has edited: Blutjagt (Shahar)
@ Hikari « So 11:34 am »
has started a new topic: Von Bänkelsängern und Edelleuten
@ Morth « Sa 4:52 pm »
has edited: Shahar Offplay
@ Hikari « Sa 10:37 am »
has replied to: Blutjagt (Shahar)
@ Morth « Mo 7:39 pm »
has edited: Shahar Offplay
@ Morth « Mo 6:53 pm »
has edited: Shahar Offplay
@ Morth « Mo 6:50 pm »
has edited: Shahar Offplay
@ Hagen « Sa 1:13 am »
net wundern..ich bin es..Roderik...nur unter altem Namen..ihr wisst doch, ich bin vergesslich...also muste ich mich neu anmelden
@ Hikari « Fr 8:59 pm »
has replied to: Vampir-Play
@ Morth « Mi 10:28 pm »
has edited: Shahar Offplay
@ Hikari « Sa 1:50 pm »
has replied to: Chronicles of Llandy
@ Hikari « Sa 12:40 pm »
has replied to: Mythos
@ Kuroki « Do 5:41 am »
has started a new topic: RP-Forum / News (30.03.2017)
@ Hikari « So 7:17 pm »
has replied to: Vampir-Play
@ Hikari « So 5:44 pm »
has replied to: Abwesenheit
@ Hikari « Di 12:48 pm »
has replied to: Gangs of New York (Privi)
@ Hikari « Di 10:52 am »
has replied to: School-Days

Who is chatting