Roderiks Wandlung (Llandy)

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Hagen
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Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #1 von Hagen » 27.12.2016 19:44

 ! Message von: Hikari
!!! Nicht löschen !!! Hikari



...er spürt nicht, wie er wieder auf sein Pferd gelegt und festgebunden wird...spürt nicht, wie Blut an seiner Schläfe heruntertropft...weiß nicht, daß die Nacht hereinbricht und der neue Tag mit Vogelzwitschern begrüßt wird...erst als er unsanft vom Pferderücken gezerrt wird und hart auf dem Boden aufschlägt, gibt er ein schmerzerfülltes stöhnen von sich...er kann die Augen nicht öffnen, den Kiefer nicht bewegen...Schmerz ist überall..gedämpfte Stimmen...raues Lachen...Stiefeltrampeln..ein Tritt in seien Seite...eine herrische Stimme, welche ihn auffordert sich zu erheben..danach erneut Schwärze..
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Morth
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #2 von Morth » 27.12.2016 19:44

Die Rüstungen von Roderiks Peinigern sind eher ein zusammengeworfener Haufen aus brüniertem Eisen, kaum ein teil besteht aus echtem Stahl.
Der Brustpanzer eines fettleibigen Soldaten scheint sogar einfach nur mit Pech schwarz angemalt worden zu sein,
um mehr Ähnlichkeit mit seinen Kameraden zu haben.
Anders als die auf hochglanzpolierte, schwarze Stahlrüstung des Ritters,
der auf die Gruppe wartet, welche gerade den Burggraben Passiert.
Bei seinem Anblick verstummt das dreckige Gelächter der Halunken ehe sich der Anführer der Gruppe mit gesenktem blick zu Wort meldet.
"Wir haben einen Gefangenen Sir, wir haben ihnen aufgelauert wie uns befohlen wurde und wir haben einen geschnappt."
Wortlos kommt der Ritter dessen Helm vage an einen Raben erinnert näher und packt Roderik an den Haaren um ihm ins Gesicht sehen zu können,
daraufhin nickt er den wachen hinter ihnen zu die ihn vom Gaul Zerren und in die Burg schleifen Gefolgt vom Schwarzen Ritter.
"Hey! Was is mit unserer Belohnung?!" Schnaubt der fette Soldat, der sogleich einen festen schlag von seinem Kameraden auf den Hinterkopf bekommt.
Der Ritter hält darauf kurz inne und schaut sich über die Schulter ehe er eine Hand voll Silbermünzen vor den Entführern in den Dreck wirft,
bevor er den Wachen weiter in die Burg folgt, welche anschließend Roderik unsanft in eine bedrückend, enge und dunkle Zelle werfen.
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Hagen
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #3 von Hagen » 27.12.2016 19:45

Von all Dem bekommt Roderik nur Bruchstücke mit...widerstandslos lässt er sich vom Pferd zerren...auf wackligen Beinen stolpert er vorwärts.mehr gezogen als selbst gehend...auf der Treppe in den Kerker stürzt er beinahe und als er schliesslich in das Verlies beworfen wird, kann er sich nur mit Mühe an de wand abfangen, ehe er zu Boden geht..spürt nasses Stroh und hört ein erschrockenes Quieken..krabbelt stöhnend zu einer wand und lehnt sich dagegen...er versucht sich daran zu erinnern, wie er hierhergekommen ist, doch vergebens...schliesst die Augen und fällt ihn einen Dämmerzustand...
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Morth
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #4 von Morth » 27.12.2016 19:45

In der kalten, feuchten Zelle ist der Moder- und Schimmelgeruch, der sich mit dem Gestank von Rattenexkrementen verbindet kaum zu ignorieren,
als einziges Fenster ist eine handbreite halbmondförmige Öffnung ganz oben an der Wand,
fast schon an der Decke die zudem auch noch mit dicken Eisenstangen vergittert wurde.
Zwar ist das Metall durch das hin und wieder in die Zelle fließende Regenwasser angerostet.
Doch sollte ohnehin niemand, der größer ist als eine verhungerte Katze, durch den Spalt passen.
Die Tür zur Zelle scheint aus dickem Eichenholz zu sein welches mit eisernen Streben verstärkt wurde.
Die Zelle ist zu niedrig, um sich vollends auf zu richten und zu eng und schmal, um sich auch nur irgendwie gerade hin zu legen.
Man kann sich höchstens auf dem Boden zusammenkauern oder sitzend an eine wand lehnen.
Von draußen ist hin und wieder geschäftiges treiben zu hören, während von der Tür manchmal dumpf die stimmen von zwei wachen zu hören sind,
die sich wohl mit öfter mit einer Art Würfelspiel die zeit vertreiben. Nahezu ununterbrochen jedoch hört man das penetrante krähen von Raben,
als gäbe es direkt über der Zelle ein ganzes Nest. Die einzige Gesellschaft für Roderik sind Ratten,
die durch irgendwelche löcher scheinbar in die Zelle gelangen sowie spinnen und andere kleine Kriechtiere wie Asseln.
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #5 von Hagen » 27.12.2016 19:45

Nach einiger Zeit wacht Roderik aus seinem Dämmerzustand auf...sein Kopf brummt etwas, doch schlimmer ist das andauernde Gekrächze der raben...er schaut sich um und erkennt nur vage das Innere der Zelle...schmal und kurz, doch hinlegen wird er sich ohnehin nicht...das Getier stört ihn nicht, nur fürchtet er die ratten...er hat schon zuviele Schauermärchen gehört und so achtet er darauf, sie nicht heranzulassen...doch immer kann er es nicht verhindern und so steigt ganz langsam Panik in ihm auf...und irgendwann schlägt er mit einem verzweifelten Schrei, welcher fast schon von Wahnsinn zeugt, um sich..zumindest hat er so eine Weile Ruhe..wie lange er schon hier sitzt, weiß er nicht, doch kann durch den vergitterten Spalt zumindest Tag und Nacht unterscheiden...
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #6 von Morth » 27.12.2016 19:46

Auf den Schrei hin brüllt eine der Wachen und pocht laut gegen die Tür. „Ruhe da drinnen!“
Daraufhin wird es wieder Still, bis auf das Krächzen der Raben. Soweit erkennbar durch die langsam zunehmende Dunkelheit,
scheint es bald Abend zu werden, oder aber es würde bald zu regnen anfangen.
Da der himmel durch das Fenster nicht genau zu sehen ist lässt sich das nur schwer einschätzen,
in jedem Fall würde es in der ohnehin nasskalten Zelle nur noch kälter werden und wie als ein Böses Omen verschwinden sogar die Ratten nach und nach in den Löchern.
Eine weile darauf hört man wieder die Wache, die gebrüllt hatte, doch nun in einen ehrfürchtigeren Tonfall, der sicher nicht an Roderik gerichtet ist. „Kommandant!“
Daraufhin antwortet eine metallene, schnarrende Stimme, wie durch einen Helm hindurch. „Rühren!.. Öffnet die Zelle!“
Danach ist zu hören wie ein Schlüssel in das Schloss gesteckt und langsam klackend herumgedreht wird.
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #7 von Hagen » 27.12.2016 19:46

Roderik ist bei dem harschen Tonfall zusammengezuckt und ängstlich in eine Ecke gekrochen...langsam geht sein Blick umher...es wird immer düsterer in der Zelle..kälter..feuchter..er zittert am ganzen Leib...aus den Augenwinkeln sieht er huschende Körper verschwinden und kurz kommt Erleichterung auf...sein Blick geht zu seinen zerrissenen Hosenbeinen, wo kleine Krallen und Zähne Wunden hinterlassen haben in seiner Haut...er hört ein Klacken an der Tür..zieht die Beine an seinen zitternden Körper und starrt ängstlich in die beginnende Düsternis...
Tief in seinem Geist zeichnen sich die Bilder der Schlachtfelder...Ratten, welche Leichen und Verletzte gleichermasen annagen..Krähen, die den Toten die Augäpfel aushacken..Verletzte, welche im Schlamm lagen und elendig verreckten..der einfache Bursche, welcher drei Meter neben ihm von einem schweren gepanzerten Pferd zertreten wurde...Schreie..Stöhnen..das Lachen der Sieger...
Der Wahnsinn des Krieges versucht sich Roderiks zu bemächtigen...nur der Gedanke an die Gruppe um den alten Freund lässt ihn sich noch wehren...
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #8 von Morth » 27.12.2016 19:46

Quietschend öffnet sich langsam die schwere Eichentür als die beiden Wachen hereinkommen und Roderik mit ihren Schwertern vorsichtshalber in Schach halten.
Eine dritte Wache, ein ausgemergelter alter Soldat, scheinbar der Kerkermeister, kommt daraufhin mit Fuß und Handfesseln näher, die er Roderik anlegen würde.
Der schwarze Ritter steht dabei abwartend und stumm in der Tür. Erst als Roderik die Fesseln angelegt wurden tretet er zur Seite,
als die beiden Wachen ihn hoch zerren und zwischen sich nehmen, bevor sie ihn aus der Zelle in den Gang schleifen.
Dabei spricht niemand ein Wort, nur der alte Kerkermeister der Roderik die Fesseln angelegt hat scheint heiser und lautlos etwas zu murmeln,
sein Blick wirkt niedergeschlagen fast schon verzweifelt und wird mitleidig wenn er auf Roderik fällt. Schließlich bewegt sich die Prozession von vier Leuten durch den Gang.
Allen voran der Ritter, hinter ihm die beiden Wachen mit Roderik in der Mitte, während der Alte hinterher trottet, mit gesenktem Blick.
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #9 von Hagen » 27.12.2016 19:47

Roderik lässt Alles geschehen..kraftlos schwankt er zwischen den Wachendem Ritter hinterher...die Worte des Kerkermeisters hat er nicht verstanden...die Fesseln sind nicht so eng wie erwartet, doch eng genug...er hebt müde den Blick und stolpert weiter...immer dem Rücken des schwarzen Ritters folgend...in Roderiks Hirn breitet sich der Gedanke aus, daß die Rüstung des Ritters schimmert wie die Federn eines Raben..
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Re: Roderiks Wandlung (Llandy)

Beitrag #10 von Morth » 27.12.2016 19:47

Unsanft schleifen die wachen Roderik durch das Gemäuer, bis sie zu eine großen Tür kommen, die der Schwarze Ritter aufstößt.
Der Raum scheint ein Thronsaal zu sein, der wohl zur selben zeit als Speisesaal und für den Empfang von Gästen genutzt wurde.
Doch stehen die Tische auf die Seite gekippt an den wänden, einige Tischbeine sind abgebrochen und auf dem Boden sieht man noch einige eingetrocknete Blutflecken,
die abgerissenen Stoffreste von roten Bannern finden sich ebenso noch an den Wänden, während sich hinter dem Thron ein neues, dunkelblaues findet,
das einen Raben mit einem Schwert in der Klaue zeigt.
Und auf dem Thron sitzt ein alter Mann mit langem, verfilztem, grauen Haar und Bart.
Durch sein linkes Auge geht eine breite Narbe und die fehlende Augenhöhle ist genauso wenig zu übersehen, wie sie versucht wird zu verstecken.
Er trägt ein recht schlichtes, goldenes Diadem und eine Robe aus dicken Stoffen,
geschmückt mit einem Mantel aus Rabenfedern um seine Schultern in dem er sich hüllt als würde er frieren,
im Allgemeinen macht er einen kränklichen Eindruck wie jemand der sein Leben schon hinter sich hat, und bettlägrig auf den Tot wartet.
Dennoch sitzt er dort auf dem Thron und Betrachtet die hereinkommenden, mit einem strengen scharfen Blick, seines verbliebenen Grünen Auges.
Zugleich senken die Wachen ehrfürchtig fast schon verschreckt das Haupt, und der eine der Roderik festhält,
zittert leicht, als befürchte er der alte Mann würde jeden Moment aufspringen, sich in einen feuerspeienden Drachen verwandeln und ihn mit Haut und Haaren verschlingen.
Doch nichts der gleichen passiert. Auf dem Wink des Ritters hin wird Roderik lediglich vor die Füße des Alten zu Boden geworfen,
die wie er nun erkennen kann in den stählernen Schuhen eines Ritters stecken, ähnlich wie die des Schwarzen Ritters.

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