Pergodia / Die Godwyn Saga

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Badskull
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Pergodia / Die Godwyn Saga

Beitrag #1 von Badskull » 31.12.2016 04:04

Es hatte vor einer Woche angefangen, und seit dem nie mehr inne gehalten. Das Klopfen von Hämmern, welche eiserne Nägel in das Holz rammten, die Rufe von allen möglichen Wesen, unterschiedlichster Rasse die jeweils versuchten den anderen zu übertönen. Wie sie versuchten Ordnung zu bringen in dieses scheinbare Chaos aus Handwerkern, Baumeistern und Pferdekutschen die unermüdlich Baumaterial heranschafften, abluden und wieder von dannen zogen, nur um wiederzukehren mit neuer Ladung. Nahe Brynan, einer Stadt hoch im Norden des Menschenreicheiches, welches die letzte große Handelsstadt vor den Grenzen zu den reichen der Hochelfen und weiter gen Westen das Bergreich der Zwerge bildeten. Ein Ort außerkoren das Zentrum von Pergodias bekannter Welt zu sein, und er war geschäftig geworden. Das große Fest der Wiedergeburt stand an, und als sich die Bauarbeiten von Ständen, Bühnen und des Turnierplatzes langsam dem Ende zuwandten, füllten dafür immer mehr Völker diese freie Fläche. Manche hatten sich in der Stadt einquartiert, andere hatten Zelte aufgeschlagen während manche im Wald vorübergehend lebten. Brynan war zu vollster Blüte erwacht, wie alle sieben Jahre zu dieser Zeit, um alle bekannten Völker von Pergodia zu beherbergen und zu unterhalten.Die besten Plätze waren natürlich rasch belegt, Bunte Girlanden waren überall gespannt worden, immer öfter sah man Menschen und Elfen mit Masken schabernack treiben. Die Tavernen waren gefüllt und offene Bierschanken wurden aufgebaut, der sonst undenkbare Anblick eines Zwergens, der mit einem Ork auf einem Fass die Muskel spielen ließ und Armdrückte. Kuriose, wunderschöne und teils seltsame Tiervölker, welche sich sonst selten zeigten ganz offen und ausgelassen, die Feiertagsstimmung war ansteckend, und verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter all den Leuten... Krieger aus jedem Teil von Pergodia musterten sich untereinander neugierig, Magier der hohen Gilde trafen sich mit Mondpriestern und Schamanen und diskutieren hochkomplexe Materie, Musikanten aus verschiedenen Völkern, welche sich zusammensetzten, bekannte Lieder vortrugen und spielten oder verzweifelt versuchten die unterschiedlich klingenden aber traditionellen Instrumente aufeiannder abzustimmen. Alles was Rang und Name hatte wollte natürlich zugegen sein, Adelige Damen, Ritter und Grafen, sowie Orkschamanen, Häuptlinge und Jagdführer begrüßten einander. Die Zwergenhäuser waren mit einigen Thanen vertreten, vom Runenpriester bis hin zum Schmiedmeister waren sie zugegegen und feierten bereits vor. Doch auch das gemeine Volk war eingeladen, wer konnte war angereist, von Kindern bis zu einfachen Bauern welche gar wunderlich manche Tierrassen begutachteten oder gar mit ihnen sprachen, tranken und feierten. Es waren diese Tage, an denen alle Waffen ruhen sollten, an denen kein Zwist, kein Streit und kein Krieg ausgelebt werden durften. Selbst die dunklen Elfen, die Druchii hatten sich aus ihren unterirdischen Reichen hervorgewagt, und auch wenn sie ihren verhassten Geschwistern fernblieben und sich zurückhielten, sah man vereinzelt schon dunkle Haut und schlohweißes Haar unter den Tänzern und Sängern. Der hohe Rat von Pergodia war vollzählig vertreten in fast jedem Volk. Es war das Fest der Wiedergeburt nahe...

Getuschel wurde laut, die Blicke richteten sich auf die große Stadt und deren Tore, ein Weg wurde freigeräumt... es gab immer großes aufsehen wenn eine offizielle Abteilung eines Volkes aufmarschierteKönig Lain, Herrscher der Menschen und gleichzeitig Ratsmitglied ritt ihnen allen voran auf einem schneeweißen Pferd und in prunkvoller Rüstung, an seiner Seite seine wunderschöne Gemahlin in einem saphirblauem Kleid, umjubelt von den Menschen welche Blumen und Lobpreisungen ihnen entgegen schleuderten, klatschten und sich um die besten Plätze vorne rauften. Dicht gefolgt war er von den Paladinen der schwarzen Krähe . In einer ganzen Kompaniemarschierten sie noch vor den Rittern und Adeligen hinter dem König, ihnen voran Matheus von Weißenfels, ein bereits ergrauter, aber mächtiger Vertreter der Menschheit, und zu seiner rechten Siegfried von Mendersegen. Die Paladine schritten im gleichschritt, ihre mächtigen Tritte erschütterten den Boden des Pfades, der ihnen freigeräumt worden war. Kein Ross der Menschen konnte das Gewicht ihrer Rüstungen lange halten und Demut gebot es ihnen der Bequemlichkeit abzusagen. Sie hatten alle ihre Helme abgenommen, winkten und nickten den jubelnden Menschen zu und schritten voran. Neben Matheus und Siegfried rit der Erzmagier, gekleidet in eine weite Robe aus Purpur, ein mächtiger Bart der fast bis zu seinem Gürtel reichte, und hinter ihm Adepten und Meister der Magiergilde. Bis sie auf den Mitteplatz zukamen, dem Zentrum der Festlichkeiten und der König die Hand hob und die gesamte Kohorte zu stehen kam. Es wurde still auf dem Platz, als der König sein Schwert zog und hoch in den Himmel empor hob "König Lain, Sohn des Argatos, König der Menschheit!" rief man es hinaus. Der König senkte seine Waffe und sah in die gespannte Runde aus gemischten Völkern... "Und seine Gemahlin, Lady Elwin aus dem Hause der roten Falken" Die Königin nickte lächelnd und freundlich einem jedem Gesicht zu das ihren Blick erwiderte. Der König blickte ebenso in die Runde, und breitete seine Hände aus "Pergodia! DIe Menschheit grüßt euch!" rief er, und seine Gefolgsleute in der Menge jubelten auf "Erneut treffen wir uns um Godwyn zu ehren, unseres Sieges zu gedenken und zu feiern. Solange ich König bin, und Thermor mir beistehe, sollen die Menschen ein offenes Ohr, eine offene Hand und eine Klinge sein, auf die Pergodia bauen kann! Mögen wir in Frieden vereint sein und dieses Fest feiern!" Erneutes jubeln, klatschen und die Gespräche gingen weiter. Der König und die Königin stiegen von ihren Pferden und traten in das größte Zelt in der Mitte, dort wo der Rat tagen würde, um später gemeinsam die Festivitäten einzuleiten...

Lange dauerte es jedoch nicht, da ertönten laute, tiefe Hornklänge, und den Menschen folgend kehrte ein weiterer Zug in das Festgelände ein. Kleine, stämmige Wesen, den Menschen zwar ähnlich doch mit prächtigen Bärten und dicken Rüstungen, geritten auf Kampfbären und Pferden, ihnen allen voran Thane Inegrim, oberster Schmiedshüter und König des Zwergenvolkes, gefolgt von seiner prächtig dekorierten Ehrengarde, welche man nur die "Eisernen" nannte, und adeligen, Mienenbesitzern und Hausvätern und müttern schritten auch die Zwerge ein auf das Festgelände. Auch der Zwergenherrscher wurde ausgerufen und wartete mit verschränkten Armen bis einigermaßen Ruhe eingekehrt waren. Er hatte sich auf den Stattel gestellt und in die Runde geblickt, schon jetzt schlich sich in viele Gesichter ein Grinsen, welche den Zwergenvater schon erlebt hatten... "Was glotzt ihr so?" brüllte er mit tiefer Stimme über die Menge. Gelächter ertönte, und der Zwerg grinste, konnte sein Spiel nicht ganz halten, versuchte jedoch bald wieder grimmig und enttäuscht zu wirken... es wurde wieder ruhiger, und alle Augen lagen auf ihm "Ich dachte das hier ist ein Fest? Und ihr steht da wie die Götzen und gafft einen lauten Zwergen an? Wollen wir Godwyn etwa erzürnen, und während ihrer Geburtsstunde nur dastehen und Maulaffen feilhalten?! Sauft, tanzt und feiert, Völker von Pergodia! NA Los!" schallendes Gelächter ertönte welches bald in Jubel überschwang, und die Zwerge jubelten am lautesten "Die Brüder und Schwestern des Berges begrüßen euch. Mögen wir in Frieden vereint sein! Und so wahr Niethalf uns helfe, heute wecken wir selbst die Götter mit diesem Fest!" Auch er kehrte ein in das Zelt des Rates mit seiner Gemahlin, während sich die Zwerge vergnügt und gröhlend in ebneso militärischer Formation aufmachten zum nächsten Bierstand, nur um sich dann unter den Gästen zu verteilen...

Als nächstes folgten die Orks, welche nicht in so großen Zahlen vertreten sein konnten, da sie doch eine beachtliche Reise hinter sich bringen mussten... doch war der oberste Kriegshäuptling, seine Blutsbrüder und zahllose Schamanen, Blutklauen und Orkkrieger erschienen. Sie wirkten ungehobelt, grob und dennoch auf ihre Art und Weise beeindruckend, überragte ein Ork einen Menschen und Elfen ebneso um einiges. Die meisten ritten auf wilden, bulligen Wargen einher, welchen das Maul verbunden wurde um die Schaulustigen zu schützen. Der Kriegshäuptling wurde ausgerufen, und erwartete bald die selbe Stille wie die anderen Ratsmitglieder. Ein alter Ork, der größte unter ihnen, prächtig gerüstet in dunkles Eisen, und ebenso kräftig bewaffnet, das wilde, schwarze Haar zu einem Zopf um den sonst kahl geschorenen Schädel geschlungen welcher hoch aufstand. Als es ruhig war, wandte er seinen Warg herum und blickte auf seine Krieger, ballte die Faust und ließ sie auf seine Brust nieder fahren. SEine Krieger stimmten Rythmisch ein, und bald war das laute Pochen, welches immer schneller wurde am ganzen Platz zu hören. Orks in der Menge, und sogar manche andere Völker stimmten ein. Es begann langsam, wie ein herannahender Sturm, da hebten manche Orks ihre Stimme, ein unterschwelliges Grollen welches anstieg, bis der Kriegshäuptling ein lautes Brüllen ertönen ließ. Ein Markerschütternder Kriegsschrei, in den bald alle Orks einstimmten. Seine zweischneidige Kriegsaxt hoch empor gehoben blickte er durch die Anwesenden "DIe Varkha sind mit euch!" brüllte er, und war wohl von allen am besten zu verstehen, nachdem er geendet hatte, ging ein lauter, zustimmender aber kurzer Ruf durch die Orks "Wer die Varkha zum Verbündeten hat, ist nie alleine gegen den Feind!" rief er, und wieder bestätigten alle Orks diesen Ausruf "Und so wahr ich Ur'Grom'shak bin, sind alle hier vom Blute meines Blutes! Für Pergodia! Für den Sonnenadler! Lasst uns in Frieden vereint sein!" Erneut ertönte der laute Kampfschrei, und der Kriegshäuptling nickte zufrieden, sprang mit einem Satz von seinem Reittier ab und marschierte alleine hin zu dem großen Zelt in der Mitte...

Die Schaulustigen wurden bald darauf wieder aufgeregt, da sich ankündigte wie die Gesandten der Druchii aus der Stadt den langen Pfad entlang einzogen. Besonders einige Männer streckten die Hälse nun besonders als sie die Herrscherin der Dunkelelfen sich näherte, was sie auch tun mussten, da sich die Dunkelelfen gnadenlos nun nach vorne drängten um in der ersten Reihe zu stehen und ihre Herrscherin zu begrüßen. Die Druchii waren ein Matriarchat, Vezha'ikhana hatte durch geschickte Intriegen und Bündnisse ihren Platz im mächtigsten Haus der Unterweltstädte halten können und war so zum zweiten Mal das Ratsmitglied der Druchii. Allein ihr Anblick war schon beeindruckend, da weibliche Druchii es als ihre Pflicht empfanden schön zu sein, und so trug vor allem die göttlich hübsche Vezha gerade noch so viel als das es noch als sittlich durchgehen konnte auf ihrer kohlfarbenen Haut. Getragen in einer breiten Sänfte, persönlich betreut von ihren Dienern bewegte sie sich an der Spitze des Zuges, dicht gefolgt von den Seelenlosen, gerüstet in tiefstes schwarz, mit prächtigen, gezackten Rüstungen und einer vielzahl an Klingen, wobei die meisten davon vergiftet waren. riesige, fellige weiße Spinnen begleiteten den Zug, ihre kurzen Köpfe zuckte immer wieder durch alle anwesenden, und drängten so manch allzu mutigen und betrunkenen Freier sanft wieder in die Menge zurück, was nicht schwer war wenn jene geschockt vor den Spinnen, so groß wie Bären zurückwichen. Alle Druchii hatten ihre Gesichter verühllt, da ihre Augen für die Dunkelheit des Untergrundes geschaffen waren, nicht für das gleißende Licht der Sonne. Auch die Magierinnen waren luftig bis anzüglich nur bekleidet, manche ritten auf den weißen Spinnen einher... An der Spitze angekommen blieben die Dunkelelfen apprupt stehen, und riefen etwas in ihrer zischenden, schnellen Sprache, was aus der Menge von den anderen dunkelelfen laut wiederholt wurde. Die Druchii fielen auf ein Knie herab, als die Matriarchin sich in der Sänfte erhob, und langsam den Schleier zurückzog... auch ihr Gesicht war wie ein Gemälde, sie öffnete kurz die blutroten Augen und blickte durch die Menge, doch lange konnte sie dies nicht, bis sie sich den Schleier wieder über ihren Kopf zog. Eine ihrer Dienerinnen erhob sich, und Magie glühte in ihren Händen und ihrem Hals, als ihre Stimme laut ertönte "Vendui, Völker von Pergodia. Die hohe Herrin Vezha'ikhana Zhashel Ilnlorman spricht euch ihren Gruß aus. Sie heißt alle Völker von Pergodia willkommen und erfreut sich an all den Gästen die gekommen sind..." Die Matriarchin flüsterte noch ein wort und die Dienerin nickte* "Sie gewährt euch für dieses Fest die Ehre ihr beiwohnen zu mögen und spricht die Gestze der Kazhul für diese Dauer ab. Kein Blut soll fließen, so kein Blut vergossen wird. Ehret und achtet dies, Gebot, so wird auch Lloth uns dies gewähren!" Es schien als hätte die Matriarchin noch etwas vergessen und zischelte es ihr zu "Mögen wir in Frieden vereint sein!" Die Dienerin, sowie die Matriarchin setzten sich wieder, und die Sänfte wurde voran getragen, bis zum Eingang des Zeltes hin. Die Drow antworteten nur mit einem Laut in ihrer Sprache, ansonsten ertönte vor allem höfliches Klatschen oder das gröhlen von Betrunkenen...

Die Anspannung blieb jedoch, da nun noch weitere Abgesandte folgen würden, die Elfen fehlten noch, welche sich darauf geinigt hatten ihren dunklen Geschwistern jedes zweite Jahr den Vortritt zu lassen, so wie dieses Jahr, außerdem erblickte man heute auch eher selten gesehene Wesen, wie die Echsenkrieger aus dem Dschungel oder die Wüstenschlangen. Die Menge war gut versorgt mit Speis und Trank, und die Augen richteten sich wieder gen des Einganges um nur ja nichts zu verpassen...


Die Leibgarde, sowie die Champions der Völker waren in einem Zelt direkt neben dem Ratszelt untergebracht. So auch Siegfried, der Matheus vertritt der als einziger nebem dem Erzmagier dem König beiwohnen durfte. Er saß auf einer Bank und nickte gerade einer Schankmaid zu, welche ihn vertärumt anlächelte und ihm den Bierkrug füllte. Direkt neben ihm saß der Champion der Zwerge, welcher ebenfalls an dem Turnier teilnehmen würde und gab ein paar Geschichten zum Besten wie er Oger erwürgt hatte, oder eine ganze Menschenschenke alleine leer getrunken habe. Die Blutkralle der Orks, ein wahres Monster an grüner Haut und Muskeln lauschte ihm gespannt und lachte immer wieder, ehe er begann zu erzählen... Die Geschichten wurden immer ausschweifender und fantastischer. Siegfried blickte die Runde, der Reihe nach trudelten auch die anderen Leibgardisten ein, setzten sich an die Tafel, tranken und erzählten. Die Druchii standen geschlossen in einer Reihe als könnten sie sich nicht dazu herablassen sich zu den anderen Völkern zu setzen, nur die beiden champions saßen etwas abseits auf einer Bank und führten ein leises Gespräch in ihrer Sprache. Siegfried musterte einen der dunklen Krieger... man sah ihnen an das sie sich unwohl fühlten, das sie nichts lieber täten als zu ihrer Herrin zu stürmen, sie zu umringen und in die Sicherheit der Unterstadt zurück zu führen, doch es war ihr direkter Befehl gewesen der sie hierher brachte. Die Dunkelelfen waren gute Krieger, schnell, geschickt und hinterhältig... Da Ork und Zwerg schon anfingen zu erzählen wie sie drachen erschlagen haben wollten, erhob er sich langsam und suchte seine Brüder, welche gerade mit ein paar Orks über anständige Rüstungen diskutierten, nur das die Zwerge alles besser wussten. Es war immer wieder recht erquickend diese Stimmung aufzunehmen und sie waren noch nicht mal vollzählig. Siegfried wurde von seinem Knappen verfolgt der auf der Schulter etwas wie einen großen Kasten hinter ihm hertrug und versuchte ihm so nahe wie nötig, aber so wenig im Weg wie möglich zu sein und immer seinen Becher voll zu halten. Auf das Turnier war er schon gespannt, vor allem da er die anderen Champions noch mustern wollte...
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Hikari
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Re: Pergodia / Die Godwyn Saga

Beitrag #2 von Hikari » 31.12.2016 14:28

Ein leises Summen ertönte, nachdem die Gesandtschaft der Dunkelelfen den Pfad freigeben hatte, und schwoll an zu einer sanften Melodie, die wie ein frischer Frühlingswind ihre Hörerschaft umspülte. Als der Elfenkönig Eolwelmir auf einem weißen Hirsch, gekleidet in einer prunkvollen Rüstung aus Gold voranritt, setzten Flöten ein. Im Vergleich zu ihrem Gatten mit Rüstung und dem Helm, welcher locker in seiner Ellenbeuge ruhte, während er den Hirsch unter sich ohne Zügel führte, war die Königin der Hochelfen deutlich leichter bekleidet. Die zarte Gestalt der Frau, welche dicht gefolgt auf einem ebenso edlen Tier, wie ihr Gatte, den Pfad betrat, war gekleidet in ein hellblaues seidenes Kleid, dass ihren Körper wie Wasser umspülte und die Farbe ihrer Augen aufgriff. Die Haut in einem sanften goldigen Ton schimmernd, saß die Königin der Hochelfen auf dem Rücken ihres stolzen Hirsches. Tier und Herrscherin mit Ketten aus Widruîn geschmückt, schimmernd wie Sterne in der Nacht. Das Haupt der Königin bedeckt mit blondem Haar, das in sanften Wellen bis zu der Hüfte Nerwenyes hinabfiel, war mit einem Diadem geschmückt. Das graublaue Metall – Widruîn -, welches zu zarten Schnörkeln verbogen war, umfasste drei bläulich schimmernde Edelsteine in Tropfenform und bildete auf dem Haupt der Königen einen herrlichen Anblick.
Mit dem Fortschreiten Nerwenyes setzen weiter hinten die sanften Töne von Harfen ein.
In gebührenden Abstand folgte ihnen ein Mann, dessen Haare von einem so hellen blond waren, dass sie fast Weiß erschienen. Seitlich knapp über den Ohren, waren die Haare nach hinten geflochten und trafen sich an der Mitte des Hinterkopfes um sich wieder mit den restlichen Haaren zu vereinen. Eingeflochten in das Haar des Hochelfen, war eine Kette aus Widruîn, die ihm vorne leicht in die Stirn hang und in deren Mitte ein Edelstein hing, der etwas größer als die drei Steine war, welche das zart geschmiedete Diadem der Königin Nerwenye zierten, aber doch bescheidener wirkte. Als Ilir Celadil in seinen weißen Gewändern aus feinster Seide hinter seinem König und seiner Königin das Tor zur Stadt durchschritt, blitzten im Licht des Tages die Goldketten auf, die um seine Hände, Handgelenke und Füße geschlungen waren. Barfuß schritt der Magier mit gehobenem Haupt und Lächeln hinter dem Königspaar her, bedacht den Abstand zu ihnen nie zu verringern. Als mächtigster Magier der Hochelfen, war Ilir trotz seines recht jungen Alters von 56 vor beinahe zwei Jahrzehnten zum Hohepriester ernannt worden. Als Vertreter der Göttin Vala auf Pergodia, hatte er nicht nur die Pflicht Gewänder zu tragen, die jenen entsprachen, welche Vala am Tage ihres Falls trug, sondern sein Wort hatte Gewicht bei allen Entscheidungen des Königs. König Eolwelmirs Entscheidungen im Rat, waren ebenso beeinflusst von Ilir, wie auch die Entscheidungen für das Volk. Als spiritueller Führer der Hochelfen, als Ratgeber des Königs, als mächtigster Magier seines Volkes und als Hohepriester war es seine Pflicht, sein Volk und seine geliebte Gottheit Vala am Tage von Godwyns Wiedergeburt in den Festlichkeiten zu vertreten. Als der Hohepriester durch das Tor schritt, die Ketten leicht glänzten und der Kristall an seiner Stirn leicht im Takt seiner Schritte schwankte, ertönten die Stimmen der elfischen Gesandtschaft. Ein Lied in alter Elfensprache entstanden noch zur Zeit Nandaroms ertönte. Zunächst Rau und Wild, wie die Natur dem Krieg besingend, dann sanfter wie das Rauschen des Meeres Godwyns Sieg. Als das Lied seinen Höhepunkt zu erreichen schien, die Stimmen wieder lauter werdend, wehklagend, als sie den Tod Godwyns besangen und alle Welt glaubte sie für immer verloren zuhaben, durchschritt eine weitere Gestalt das Tor: Tîwelé Rúmil.
Die Hochelfe, schimmerte in dem selben grau-blauen Metal, wie der Schmuck ihrer Königin und der Kopfschmuck des Hohepriesters. Widruîn, einst aus Mithril geschaffen und mit Magie durchflochten, war lange Zeit der Stolz der Elfen gewesen. Man wollte die in Kristall schlummernde Göttin Vala damit erfreuen. Ihr zeigen, dass sie den Weg der Magie folgten, Valas Gebote achteten und Magie in die Welt hinaustrugen. Schimmernd wie die Sterne in einer klaren Nacht, schien Widruîn wie geschaffen zu sein für Vala: Ihr Göttin der Weisheit, der Magie und des Sternenhimmels. Doch war es zu schwer um lange in größeren Massen getragen zu werden und als Tîwelé in ihrer Rüstung aus Widruîn dem Pfad zu den Zelten folgte kam sie nur schleppend voran. Dennoch war sie als wohl erste und einzige Kriegerin unter dem Volke der Hochelfen in ihrer schweren Rüstung und ihrem Helm auf dem Haupt, welcher die Form eines Raubvogels hatte, mit angedeuteten Flügeln an der Seite des Helms, definitiv eine Attraktion. Als Wächterin von Vala war es ihre Pflicht, die Ruhestätte ihrer Göttin mit Schwert und Körper zu schützen. Auf dem Rücken der gepanzerten Elfe ruhte ein Zweihänder aus dem gleichen Metall in dessen Knauf einer der Edelsteine eingesetzt war, die gemeinhin als Tränen von Vala bekannt waren und der Legende nach entstanden als Vala Sternenkind ihren Körper opferte und ihrem Träger Schutz und Wohlvollen der Göttin sicherten.
Nachdem Tîwelé einigen Abstand zwischen sich und das Tor gebracht hatte, folgte der Rest der Gesandtschaft, hauptsächlich Abgesandte der Adelsfamilien. In zweierreihen schritten sie daher, ähnliche Roben tragend wie ihr Hohepriester, das Lied immer noch erklingen lassend. Es war abgefallen zu einem sanften Flüstern, zwang die Menge ruhig zu sein und tat kund von den Hoffnungen des Elfenvolkes und ihrer Liebe zu Godwyn.
Zum Schluss betraten die Musikanten den Pfad, die schweren Harfen auf einer Art Wagen platziert. Gezogen von zwei festlich geschmückten braunen Hirschen, bewegte sich der Wagen im Schritttempo fort, rechts und links von den Flötenspielern zu Fuß begleitet.
Am Mitteplatz angekommen, hob der Eolwelmir die Hand und das Lied verklang nach einigen Augenblicken.
„Völker Perdogias! Das Volk der Hochelfen ist erfreut an diesem Tag des Glücks bei euch zu sein. Diesen Tag der Wiedergeburt mit euch zu Feiern.“ Er lächelte und breitet die Arme aus um seine Worte zu unterstreichen. „Möge unsere geliebte Godwyn über uns alle wachen.“ Es war eine kurze Rede, keinesfalls zu lang, melanchonisch und ausschweifend, wie sonstige Reden des schönen Volkes. Zu Godwyns Ehren war sie kurzgehalten, ja beinahe pragmatisch und vielleicht lag es auch daran, dass noch so viel Völker nach ihnen Einzug halten sollten.
Wenige Sekunden bevor der König von seinem Reittier absteigen wollte, hob er noch ein Mal die linke Hand und legte Zeigefinger und Mittelfinger ebenjener in einem stummen Gruß an sein Volk an seine Lippen.
Jeder anwesende Hochelf, ob Teil der Gesandtschaft oder selbstständig angereist erwiderte den Gruß.
Fast schon still und heimlich löste sich die Gesandtschaft auf. Königin und König betraten das Zelt in der Mitte, während Ilir sich seinen Weg in das Zelt der Champions bahnte.
Nur Tîwelé, als erster Champion der Krieger für das Elfenvolk, schien nicht sonderlich erpicht darauf es sich in dem Zelt bequem zu machen. Auf ihrem langsamen Marsch zum Mitteplatz hatte sie etwas entdeckt, dass ihre Augen in den Schatten ihres Helmes hatte funkeln lassen und ihr Herz für einen Moment hatte schneller schlagen lassen.
Orks und Zwerge beim Armdrücken. Das musste sie sich nicht nur ansehen. Sie musste da mitmachen! Also machte sie kurz vor dem Eingang zum Zelt einen Schlenker und versuchte sich ihren Weg durch die Völkermassen zu schlagen...

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Direkt vor dem Zelt waren mehrere Wachen postiert gewesen, gesandt aus allen Völkern teilten sie sich den Dienst, doch nicht wenige hatten bereits ein wenig etwas von der Festlichkeit aufgenommen, so ein Menschensoldat, der auf dem grimmigen Eisenhelm schon einen Blumenkranz trug und selig lächelte... Unter den Wächtern befand sich auch eine vermummte Gestalt, ein Tuch über das Gesicht gehüllt, eine weite Kapuze aus wertvollem Stoff und eine lange Kutte trug sie zur schau... als wolle sie unauffällig bleiben, doch so ganz gelang es ihr nicht. Und als Tîwelé sich anschickte das Zelt nicht zu betreten sondern abzubiegen, begann sie sich zu bewegen, direkt auf die Elfin zu. Ein warmer Wind fuhr sanft über das Festgelände, als die Gestalt zu Tîwelé aufschloss und sich räusperte. Weiblich, lieblich aber kräftig war die Stimme "Tîwelé Rúmil? Auf ein Wort bitte?" sprach die Gestalt, welche sie aus gelblich funkelnden Augen anblickte... sie wirkte menschlich von Sprache und dem bisschen Haut an ihrem Gesicht das man sah...

Langsam schiebt sich die schwergerüstete Elfe weiter über den Platz. Die Wachen am Eingang des Zeltes ignoriert sie weitestgehend, der mit Blumen geschmückten Soldat jedoch entlockt ihr ein Lachen, das im Schutze des Helms mehr nach einem Grunzen und gar nicht weiblich klingt. Tatsächlich lässt sie ihren Blick einige Augenblicke an jenem Menschen hängen und geht dann weiter. Sie hoffte, dass sie nicht zu spät zum Armdrücken kam, aber bei der Last, welche ihr das Widruîn aufhalste konnte man das nie wissen. Ihre eigenen Schritte auf dem Pflaster der Stadt waren so laut, dass sie die Gestalt nicht hörte, welche ihr folgte. Erst als sich jene Gestalt räusperte, bemerkte Tîw sie. Automatisch schnellt die Hand der Wächterin zu dem Zweihänder auf ihrem Rücken. Als sie herumwirbelt, blitzt ihre Rüstung kurz auf und man hört, wie der Zweihänder aus seiner Scheide gezogen wird. Die Wächterin von hinten, völlig unerwartet zu überrumpeln, löst einen Schutzinstinkt bei der Hochelfe aus. Hätte sie diesen nicht - nun man könnte sagen, dass sie sich dann nicht Wächterin nennen dürfte. Die Worte der scheinbar menschlichen Frau, scheinen die Elfe jedoch zu beruhigen und nach einem kurzen Scan ihres Gegenübers, treffen stahlblaue Augen auf gelbe. Das Schwert gleitet mit einem leisen Klicken zurück in die Scheide und hätte die Elfe den Helm nicht auf, könnte man ein entschuldigendes Lächeln sehen. "Das tut mir leid, werte Dame. Wisst ihr... ich wollte mich gerade mit einem Haufen Orks messen gehen... aber sei es drum. Wie kann ich euch behilflich sein?" Bemüht keine aggressiv wirkende Körperhaltung einzunehmen, lässt die Hochelfe die Hände sinken. "Das ist das mindeste, das ich tun kann um mich zu entschuldigen."

Als die Hochelfe ihre Klinge zog, blieb die Dame überraschend ruhig stehen... ohne den Mund zu sehen war es schwierig darüber zu urteilen, doch sie schien zu Lächeln... Sie hob nur kurz beide Hände beschwichtigend, ehe Tîwele ihre Klinge bereits wieder zurück ins Heft steckte "Nein, mir tut es leid, ich sollte mich nicht so an euch heranschleichen" meinte sie und blickte sich kurz um, doch momentan waren sie kaum beachtet, die beiden "Nun, um ehrlich zu sein, hätte ich gerne gewusst wie es Vala ergeht..." Sie zog das Mundtuch von ihrem Gesicht nach unten, und kurz sah man flammend rotes Haar in ihrer Kapuze, welches funkelte wie ein ungezügeltes Feuer... Godwyn lächelte leicht, ehe sie ihren Mundschutz wieder etwas höher zog. Vermutlich bemerkte Tîw auch jetzt, dass die Wärme des Windes tatsächlich von ihr ausging "Und ihr müsst mich nochmals entschuldigen für diesen Aufzug aber... wenn man mich sieht, muss ich am Ende auch noch eine Rede jetzt schon halten" sie kicherte leise und blickte vergnügt zu der prächtig gerüsten Elfe hin "Wie ergeht es der Göttin? Hat sie schon Anzeichen des Erwachens gezeigt?" Aus Godwyns Stime war ehrliches Mitgefühl herauszuhören, auch etwas Sorge.

Tîwelé winkte ab. Hätte sich vermutlich mit der Frau vor sich noch ein verbales Duell, darüber geliefert, wer den nun Schuld trug und tatsächlich öffnete sie gerade den Mund um etwas zu erwidern, als man ihr den Wind aus den Segeln nahm. Als die Frau vor ihr den Mundschutz entfernte, zuckte die Hochelfe zusammen als hätte man sie geschlagen. Die reine, göttliche, wahre Godwyn mit dem Schwert zu bedrohen, wenn das der Rat erfuhr. Kein Zweifel, ob der Identität dieser Frau überkam sie. Viele Male hatte sie die Worte Godwyns gehört. Viele Male ihre Wiedergeburt gesehen und der warme Wind, welchen sie eben noch für einen Zufall abgetan hätte, ergab plötzlich Sinn. Sie schluckte trocken und man hörte ein leises ersticktes Keuchen, ehe sie sich automatisch hinkniete. "Vergebt mir, oh Godwyn." Fast augenblicklich bereute sie ihr vorschnelles Handeln. Godwyn war nicht grundlos so gekleidet und ihr eigenes Verhalten könnte die Reine, in ganz schöne Gefahr bringen. Noch einmal schluckt sie. Noch einmal entschuldigt sich die Wächterin, ehe sie endlich zu begreifen schien, was Godwyn von ihr wollte. "Sie schlummert. Wie all die Jahrhunderte zuvor. Ihr Schutz ist stark man spürt es in den Tränen Valas, aber niemand weiß, wie lange es so bleibt, Gebieterin." Die Sorge, schien auch Tîw ergriffen zu haben, wurde wiedergespiegelt in ihrer Stimme "Der Hohepriester fürchtet, dass wir das Sternenkind verlieren noch bevor dieses Jahrhundert endet."

"Bitte..." ' meinte sie und hob lächelnd und beschwichtigend die Hände "Godwyn reicht vollkommen, ehe sie sich neben Tîwelé stellte "Gehen wir, nicht das ihr das Armdrücken verpasst..." und sie würde sich langsam vorwärts bewegen mit ihr, den Kopf jedoch ihr zugewandt lassen um zu lauschen. Die Worte stimmten sie zutiefst traurig und sie seufzte "Also hat der letzte Versuch nicht gefruchtet... Ich werde es nach meiner Wiedergeburt erneut versuchen. WIr werden die hohe Vala nicht verlieren Tîwelé, das lasse ich nicht zu" meinte sie bestimmt und legte die Hände im Rücken zusammen "Wie ergeht es euch? Wusstet ihr das der Hohepriester mich gebeten hat mit euch zu sprechen...? Und euch eher... konventionelles Gedankengut zuzusprechen?"* wieder konnte man Godwyns grinsen fast spüren* "Ich werde es nicht tun... aber dennoch bin ich neugierig, wenn ich mir die Frage erlauben darf... weshalb dieser, sonst für Elfen untypische Weg?"

"G-Godwyn." *sprach Tîw den Namen aus, probierend, testend, so als war sie sich nicht sicher, ob sie ihn in Gegenwart Godwyns so einfach aussprechen konnte. "Wie ihr sicher wisst hat Vala selbst mich ausgewählt. Die Träne Valas, welche in den Knauf meines Schwertes gebetet war funkelte, als ich eines Tages ihre Ruhestatt besuchte. Ich wollte sie ehren." sie schritt voran. Es wirkte bedächtig langsam, aber tatsächlich, war es fast das Maximum ihres Könnens. "Auf die selbe Art, wie der Ilir erwählte verfügte ich über keine großen magischen Kräfte. Schon als Kind war ich nicht in der Lage den einfachsten Aufforderungen meines Lehrmeisters zu folgen. Lange wandelte ich wie meine Brüder und Schwestern unter dem Sternenlicht Valas, bis ich in Zeiten größte Verzweifelung, nahe der Grenzen unseres Reiches einen Menschen traf. Wie er das Schwert schwang... es erfüllte mich mit Hoffnung. Ich sah es als Zeichen des Sternenkinds und so widmete ich mich der Kriegskunst." Man hörte ein leises Lachen. Ihr Blick ging trotzdem wachsam umher. Sie würde Godwyn mit ihrem Leben verteidigen. Ihr Körper der Schild. "Magisch unbegabt... erwählt von Vala. Lange Zeit hat mein Volk es verschwiegen. Wollte nicht wahr haben, das Vala jemanden wie mich erwählen konnte und bis zu jenem Tag an dem ich diesen Mensch traf dachte ich das Gleiche. Nur dem Einfluss meiner Familie verdanke ich meinen Titel." Ihre Stimme wurde leiser, dunkler, bedrohlicher "Ohne den politischen Einfluss meiner Eltern, hätte das Volk der Hochelfen weiterhin totgeschwiegen, das die Weise mich erwählt hat. Es war der Rat von Ilir und wenn ich ehrlich bin: Fürchte ich er ist nicht sonderlich erpicht darauf seine Macht mit mir zu teilen." *schweigend drückte sie sich durch eine Traube Menschen, einen Arm in geringen Abstand um Godwyn gelegt, damit keiner sie berührte, sondern erst mit Tîw's Arm kolldierte. "Vielleicht will er auch einfach nur eine Ehefrau, die brav Ja und Amen sagt." scherzte sie beiläufig.

Sie hielt sich nahe an Tîwele und schritt mit ihr einher... sie kamen durch dichtere Gebiete, nicht das Godwyn Angst vor irgendetwas gehabt hätte, aber es war... angenehmer so mit ihr zu sprechen als dies im offiziellen Rahmen zu tun.. und beide konnten ehrlicher sein "Ich würde es mir nie anmaßen für das Sternenkind zu sprechen, versteh mich nicht falsch Tîwelé... Aber ich wüsste nicht weshalb Vala dich nicht erwählen sollte" meinte sie und lächelte... Sie war sich Tîwelés Schutz bewusst und dankbar dafür... je näher man ihr kam, umso wärmer wurde die Luft werden. Sie bändigte die Energien bereits, doch war es wie ein Kind welches einen Ochsen aufhalten wollte... der Wille war da, das Resultat nicht so ganz "Bevor ich... Godwyn... wurde, also die Godwyn die ihr kennt, war ich nichts weiter als ein Bauernmädchen der Menschen. Ich habe... Wäsche gewaschen und Körbe geflochten damals... Und hin und wieder Küchlein vom Bäcker gestohlen" ihre goldenen Augen leuchteten leicht feurig auf dabei "Das klingt auch nicht sonderlich... würdig für solche Kräfte, oder?" Ihr Blick schweifte über die Menschen, Elfen.. selbst ein paar Zwerge boxten sich durch die, für sie ziemlich hohe Menge... und sie freute sich an dem Frieden, der nun schon so lange hier regierte "Warum ausgerechnet ich erwählt wurde diese Godwyn zu sein... ich weiß es nicht. Aber ich glaube das ist auch nicht von Belang, solange man das Richtige tut mit seiner Bestimmung..." Sie knuffte Tîwelé etwas keck gegen die Seite und lachte leise "Und wenn ein dummes Bauernmädchen es schafft, schaffst du es noch besser Tîwelé. Lass dich nicht unterkriegen oder mundtot machen. Du bist erwählt worden, und jeder der das verneinen will handelt gegen Valas Willen"

Die stahlblauen Augen huschten kurz zu Godwyn, als diese sprach und ein Laut gespielten Empörens verließ die Lippen der Wächterin, als Godwyn gestand, als Mensch gestohlen zu haben. "Wenn das der Rat erfährt. Das würde sie sicherlich alle reichlich empören." Wieder eine eher flapsige Antwort, doch in ihrem Tonfall klang so etwas wie Dankbarkeit mit. "Ich wünschte mein Volk würde es ähnlich sehen. Ich habe mein Schwert in Gedenken an Vala 'Gottestöter' genannt. Eine Waffe, wie sie ihrer würdig gewesen wäre. Ich diene ihr mit jeder Faser meines Körpers und Vala selbst hat mich dafür beschenkt. Sie erwählte mich und sie gab mir eine Kraft ähnlich der ihren. Dankbarkeit ist das kostbarste das ich ihr neben meinem Leben geben kann... ich habe nicht vor meine Göttin zu betrügen oder vor meiner Bestimmung wegzulaufen. Vielleicht muss ich noch einige Jahrhunderte unter Valas Licht wandeln, aber ich bin mir sicher, dass mein Volk irgendwann verstehen wird, dass ich aus einem ganz bestimmten Grund Wächterin wurde." Die Wärme, welche von Godwyn ausging war noch angenehm. Tîwelé spürte sie nur an wenigen Stellen. Überall dort wo Luft in die Rüstung dran. Da es keine direkt angewandte Magie war konnte das Widruîn die Wärme nicht abhalten, nicht reflektieren und sollten die Kräfte Godwyn's zunehmen bekämen sie ein Problem. Der Knuff jedoch ließ sie die ernsten Gedanken kurz vergessen. "Passt auf, dass ihr euch nicht verletzt. Selbst der Zwerg der diese Rüstung schmiedete, sagte mir einst, dass seine Hammer Probleme hatten das Erz zu formen. Eure Hand - verzeiht mir - ist nichts gegen einen wahrhaftigen zwergischen Schmiedehammer."

"Ich werde mich hüten" meinte Godwyn und kurz flunkerte etwas vergnügt in ihren Augen, ehe sie nickte "Nur sollte das dein Volk auch so sehen finde ich... aber es gibt wohl wenig das ich tun könnte... Oh und glaub mir, das hab ich ihnen schon erzählt, aber man hört mir nicht zu wenn ich rede. Es wird lobgepreist, gehuldigt und gesungen, aber solche Geschichten ignorieren sie einfach geflissentlich... Die meisten wollen nicht mal wahr haben das ich ein Mensch war" Sie zuckte mit den Achseln und blieb dann stehen, sie hatten ihr ZIel fast erreicht. Godwyn drehte sich nochmals gen Tîwele "Ich gebe mein bestes Vala zu erwecken, doch diese Kräfte..." sie seufzte und hob ihre behandschuhten Hände, blickte darauf "Sie sind nur geschaffen um zu zerstören und zu verbrennen. Ich wünschte ich wäre Heilerin... dann könnte ich mehr von Nutzen sein. Aber sei es drum, wir schaffen es dennoch. Nun Tîwelé, genießt das Fest!" Sie würde sich kurz höflich verbeugen und noch auf Antwort warten, ehe sie entschwinden würde, vermutlich lagen noch einige Pflichten und Traditionen vor ihr...

ie brummte missmutig und warf der Reinen einen weiteren Blick zu. Sie schien nicht erfreut darüber zu sein, dass der Rat sie nicht darum scherte, das Godwyn einst ein Mensch gewesen ist. Aber so wenig wie Godwyn daran ändern konnte, wie man Tîwelé sah, so wenig konnte jene Godwyn helfen. Als sie stehen blieben, trafen stahlblaue Augen erneut auf gelbe und die Wächterin schüttelte merklich das Haupt, als Godwyn sich selbst als unnützlich in dieser Situation erachtete. "Vala Sternenkind ist die Weise von Magie beseelte. Vergesst nicht wofür sie sich opferte. Sollte sie jetzt nach all den Jahrhunderten, wie ein Stern verglühen, dann war dies ihr Schicksal und kein Gott dieser Welt, könnte etwas daran ändern. Verzag nicht, Gebieterin und gebt euch nicht die Schuld." Die Verbeugung, welche Godwyn ihr schenkte erwiderte die Hochelfe umgehend und versuchte sich etwas weiter hinabzubeugen, als Zeichen des Respekts. "Ich danke euch für eure Zeit und Gütigkeit. Auf das das Fest für euch neben Pflichten auch Freuden bereit hält." Sie wartete noch bis Godwyn entschwunden war und drehte sich dann ihrem ursprünglichen Ziel zu. In wenigen Schritten überbrückte sie die Distanz bis zu der wettenden Meute aus Zwergen und Orks und schnappte sich den erstbesten Ork den sie finden konnte. //Mögen die Spiele beginnen.//, dachte sie sich und lächelte in den Schatten ihres Helmes.
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Meren
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Re: Pergodia / Die Godwyn Saga

Beitrag #3 von Meren » 02.01.2017 22:12

Für die Nhuat war das Fest eines der wichtigsten Ereignisse in den sieben Jahren, die einen Zyklus ihrer Göttin darstellten. An diesem Moment konnten sie erneut um das Wohlwollen Godwyns beten, mit den anderen Völkern in Kontakt treten und ihre Positionen unter den vereinten Völkern ein weiteres Mal bestätigen. Dementsprechend schien sich jedes Mal, wenn das Fest zu Ehren Godwyns stattfand, das halbe Volk der Nhuat aus dem Noarekdschungel in einer riesigen Prozession zu versammeln, die sich auf den langsamen und beschwerlichen Weg quer über den Kontinent, hoch in den Norden machte, hin zur Stadt Brynan, die für eine Woche das alleinige Zentrum Pergodias für alle Rassen darstellen würde.

Die Nhuat waren seit Tagen unterwegs und während sie durch das Land reisten, hatten sie sich ein Mindestmass an Komfort gegönnt, doch sobald die Schatten meldeten, dass die Stadtmauern der Stadt Brynan in Sicht kamen, ging ein wahrer Ruck durch die Prozession. Zuvorderst liefen nun die zwei grössten Vertreter der Schilde, riesige Vertreter, deren bräunlichen Schuppen im Sonnenlicht glänzten, gerüstet mit polierten Rüstung aus Knochen ihrer Vorfahren, die die Fahnen der Nhuat hochhielten. Tiefgrüner Grund, auf dem eine goldene, stilisierte Flamme gestickt war, das heilige Zeichen der Phoenixgöttin. In der Mitte, leicht versetzt, ging ein junger Nhuat, schlank und aufrecht, gekleidet in einem simplen, Leinengewand, ähnlich dem, das Menschenmagier trugen. Seine Ausstrahlung war ruhig und voller Stolz, denn er trug auf einer grossen Stabfackel ein Feuer, angezündet von Godwyns Flamme selbst, durch das Land, an das Fest. Dahinter kam eine grosse Sänfte, gefertigt aus dunklem Tropenholz und getragen von starken, wenn auch etwas einfältigen Mitglieder der Staubkaste. In der Sänfte, die keinerlei Vorhänge trug, sass auf einem fein gefertigten Holzstuhl, im Schneidersitz, das ständige Ratsmitglied der Nhuat. Wie bei der Kaste des Feuers häufiger, trug der Nhuat hellblaue Schuppen, hochpoliert glitzerten sie in der Sonne. Auch er trug ein helles Leinengewand, das Auspaarungen für einen durchgehenden, dunkelblauen Kamm bot, der von seinem Kopf bis hinunter zu seinem Schwanz reichte. Neben und hinter der Sänfte gingen weitere Schildmitglieder, mit polierten Waffen, die aus Knochen und Jade gefertigt waren, ein grünes, sehr hartes Gestein, dass die Nhuat zu rasiermesserscharfen Klingen formten. Hinter der Sänfte ging ein weiterer Nhuat, ein wahrer Hüne von über 2 Meter Höhe. Vor seinem Bauch war eine grosse Trommel befestigt, bespannt mit gegerbtem Fell und aus dickem Holz gefertigt. Kaum war die Nachricht gekommen, dass Brynan in Sicht war, schlug der Nhuat rhythmisch auf die Trommel. Ein jeder Reisender des Konvois, von dem Fackelträger ganz vorne, über die Champions, die nun hinter dem Trommler liefen, bis hin zu dem gemeinem Volk, den Händlern, Schaulustigen und den Jungen, passte seinen Takt dem gleichmässigen Trommelschlag an. Die Nhuat wollten Respekt gegenüber den anderen Rassen und ihre eigene Disziplin gegenüber den vereinten Völkern zeigen. Sie wollten beweisen, dass sie würdige Verbündete und bereit waren, sich ihren Platz im Rat zu verdienen.

Die Karawane kündigte sich schon von Weitem an, da der Gleichschritt der Nhuat, die teilweise mehrere Hundert Kilogramm wogen, liess die Erde erzittern. Der Trommelschlag wurde immer lauter und liess die Gläser in den Händen der Reichen und Adeligen erzittern, ein Problem das das gemeine Volk mit seinen irdenen Bechern nicht hatte. Die Bewohner von Brynan waren aber nicht sonderlich besorgt über dieses unnatürliche Beben, die Prozession aus dem Dschungel kündigte sich immer gleich an. Es ging eine Weile, in denen die ersten ungeduldigen Zuschauer in der Menge schon wieder in Richtung Bar geschlendert waren, bis zu dem ganzen Lärm endlich die Nhuat in der Stadt ankamen. Die Sänfte wurde auf den Platz getragen, in dem schon zuvor die anderen Herrscher sich vorgestellt hatten. Ein Grossteil war immer noch ausserhalb der Stadtmauern, da die Prozession sich erst auflösen würde, sobald das Ratsmitglied, dass auf den Namen Ketzach hörte, zu den Bewohnern gesprochen hatte.

Die Trommeln verstummten und mit ihm alle Schritte der Nhuat. Im gleichen Augenblick wurden die zwei Fahnen und die Fackel auf den Boden gestossen. Mit einem letzten Knall wurde Prozession komplett still. Ketzach erhob sich langsam und trat aus der Sänfte hervor und verbeugte sich. In komplett akzentfreier Handelssprache, fing er an zu sprechen: „Seid gegrüsst Pergodia. Das Volk der Nhuat dankt euch für die Gastfreundschaft auch an diesem Fest der Erneuerung. Möge das warme Feuer unserer Erlöserin und Retterin auch an dem heutigen Tag voller Kraft und Stärke lodern!“ Nachdem das Mitglied der Feuerkaste zu Ende gesprochen hatte, stampften die Nhuat noch einmal gleichzeitig auf, dann begann sich die Prozession der Nhuat aufzulösen und mit der übrigen Bevölkerung und Gästen zu verschmelzen.

Texitl wusste, dass er in dieses Zelt für Champions gehen musste, dort wo auch der grosse, schwer gerüstete Zokek, der am Hauptkampf teilnehmen würde, hingegangen war. Doch die junge Echse war völlig fasziniert von dem schillernden Fest und vor allem den unterschiedlichen Rassen und Wesen, die zu finden war. Das erste Mal wurde er sich bewusst, was die Feuerkaste ihm beibringen wollte, damals als junges Echslein. Die Vielfalt der Schöpfung, die so anders und doch so wunderschön war. Ziellos wanderte er durch die Strassen und sog das sprühende Leben, die tief empfundene Freude in sich auf. An diesem Tag wurde ihm auch endlich bewusst, wie schwer die grosse Schuld wog. Bisher waren es immer nur Worte gewesen. Natürlich hatte er die Worte gehört und sie befolgt, wie ein jeder Nhuat dies tat. Doch hier erst, inmitten dieser Lebensvielfalt des Kontinents Pergodias, füllten sich diese Worte erstmals mit wahrer Bedeutung. Sein Volk war daran beteiligt gewesen, diese Vielfalt, diese Freude, auszulöschen?

Mit einem seltsamen Gefühl in der Magengrube, dass Texitl noch nicht beschreiben konnte, betrat er das Zelt der Champions eine ganze Weile später. Gedankenverloren fasste er sich an den Schädel seines Vaters, der sein Haupt zierte. „Seid gegrüsst,“ antwortete er abwesend, verbeugte sich leicht und setzte sich neben Zokek.
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Kimor
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Re: Pergodia / Die Godwyn Saga

Beitrag #4 von Kimor » 07.01.2017 21:04

Die Delegation der Nattara hatte sich nach den Nhut eingereiht, die Stadt des Festes zu betreten und dem feierenden Volk seine Aufwartung zu machen, auch wenn es ihnen nicht wirklich gefiel, solche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die Gruppe bestand aus 14 Mitgliedern, wobei neun davon jeweils Abgesandte der einzelnen Stämme waren, die repräsentativ an der Feier teilnahmen, um Godwyn zu ehren, dazu kamen dann die beiden Championzwillinge Issuna und Issana und drei Krieger aus den Reihen der Elitegarde.Die Schlangenmenschen hatten eine weite, beschwerliche Reise hinter sich, vor allem, weil sie zu diesem Fest einen Wüstenwyrm mitgebracht hatten, um ihn als Teil der grossen Jagdspiele darzubieten, doch der Transport hatte sich als tückischer herausgestellt als gedacht, da das Biest, obwohl noch nicht ausgewachsen, dennoch fürchterlich kräftig war. Der Vorrat an Betäubungsmittel war beinahe aufgebraucht, doch zum Gück trennten sie nur noch wenige Augenblicke bis zu ihrem Einmarsch in die Stadt, wo sie ihr Geschenk in einen Käfig würden sperren können, damit es dort zu vollem, rasenden Bewusstsein kam. Um ihre Ankunft einzuläuten, nutzten die beiden Champions Pfeile mit runden Köpfen, an denen eine längliche Stange aus Knochen befestigt war, die wie eine Pfeife funktionierte, wenn das Geschoss durch die Luft segelte. Innerhalb kurzer Zeit pfiffen im wahrsten Sinne des Wortes neun Pfeile durch die Luft, jeder in einer anderen Tonart, und die Nattara bewegten sich anmutig schlängelnd auf den grossen Platz, wo sich alle Völker zu präsentieren hatten, wobei die Schlangenmenschen ein beinahe den gesamten Platz benötigten, um einen genügend grossen Sicherheitsabstand für den Wyrm zu gewährleisten, dessen Nüstern sich bei dem Miasma an Gerüchen bei jedem Atemzug gierig aufblähten. Die neun Abgesandten der Stamme hatten sich für dieses Fest, für die Augen der Nattara, verschwenderisch aufgetakelt, mit Stoffoberteilen in verschiedenen Farben und verziertem Knochenschmuck, der in an Enden der Stoffstreifen befestigt worden waren, doch sie alle verblasten im Vergleich zu den Zwillingen, deren milchig weisse Schuppen und vier Arme eine Ausnahmeerscheinung bot. Issuna trug eine dunkelgrüne Rüstung aus Wyrmschuppen, welche ihre Schultern und Arme schützte, dazu einen Helm, gefertigt aus dem Schädel der gleichen Bestie, der ihr ein einschüchterndes Aussehen gab. Vier Schwertscheiden, zwei an der Hüfte und zwei am Rücken, verdeutlichten, an welchem Wettbewerb sie teilnehmen würde und weil es ihr drittes Fest war, kannte sie den Ablauf, so dass sie ruhig und gefasst in die Menge blickte, die ihrerseits neugierig, verblüfft und selten auch mit Abneigung zurück starrte. Issana hingegen war zum ersten Mal dabei, die schiere Menge an fremdartigen Völkern verschlug ihr den Atem, was aber auch am Gestank liegen konnte, der seit einer Weile immer stärker geworden war un die Luft ölig schmecken liess. Sie trug ihren Köcher auf dem Rücken und benutzte Fangzahn wie einen Wanderstock, da er noch in einen Leinenstoff eingewickelt und daher verborgen war, schliesslich wollte sie ihr Meisterstück nicht gleich sofort jedem unter die Nase reiben.

Die Nattara blieben ruhig und gefasst auf dem Platz stehen, bis die Menge sich auf eine annehmbare Lautstärke beruhigte, bevor einer der Neun, Sissoko, das Wort ergriff, indem er seinen Unterkörper aufrollte und dadurch beinahe einen halben Meter an Höhe gewann: „Die Nattara grüssen alle Völker von Pergodia. Möget ihr immer eine Oase in der Wüste finden und mögen wir alle weiter in Frieden leben. Lang leben Godwyn!“ Die Menge wiederholte die letzten drei Worte ausgelassen und fröhlich, während die restlichen Nattara, ausser die drei Elitegarden, welche den Wyrm im Auge behielten, respektvoll ihre Köpfe beugten und die Arme zur Seite ausbreiteten , dann erhoben sich die Neun und schossen erneut jeweils einen pfeifenden Pfeil in die Luft, bevor die Delegation sich ihren Aufgaben widmete. Die Elitegarde brachte den Wyrm in einen Käfig, wo er bis zur Jagd nüchtern werden konnte, daraufhin würden sie zu den Neun zurückkehren, um diese zu beschützen, während sie mit Abgesandten anderer Völker Nettigkeiten austauschten oder am Fest teilnahmen, wobei alle sehr zurückhaltend sein würden. Issuna drängte ihre Schwester dazu, ins Zelt der Champions mitzukommen, damit sie ihr alles zeigen und die Auserwählten der anderen Völker vorstellen konnte, aber Issanas Neugier liess sie da Angebot ausschlagen, da sie mehr von diesem verschwenderischen Fest erleben wollte. Mit einem leisen Zischen, dem Nattara äquivalent zu einem menschlichen Augenrollen, wurde sie also alleine gelassen, so dass sie die Festivitäten erkunden konnte. Ihr Kopfe zuckte dabei nach links und rechts, die Zunge schoss immer wieder nach draussen, um die Luft zu schmecken, die so überwältigend gesättigt war von all den Ausdünstungen der verschiedenen Anwesenden. Sie erkannte Orks und Menschen, verschiedene Elfen, denen sie besonderes Interesse entgegenbrachte, da sie fantastische Bogenschützen sein sollen, doch dann wurde ihre Aufmerksamkeit von einem Ritual gefesselt, bei dem die Kontrahenten ihre Stärke zu messen schienen, in dem sie den Arm ihres Gegenüber zu Boden drückten. Langsam und zurückhaltend schlängelte sich Issana näher an den Ort des Geschehens, wobei sie versuchte, so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich zu ziehen, aber wenn man eine beinahe drei Meter lange Schlange war, stellte sich das als schwierig heraus. Sie beobachtete das Spiel eine Weile und interessierte sich dabei vor allem für eine anwesenden Elf, die in einer herrlich verarbeitenden Rüstung gekleidet war und eine Aura von Stärke ausstrahlte. Issana vermutete, dass er einer der Champions sein musste, also rollte sie ihren Unterleib zusammen, um an Höhe zu gewinnen und sprach die Elfe an: „Erlaubt ihr mir, mich mit euch zu messsen, edler Elfenchampion?“ Die Nattara konnte nicht genau erkennen, von welchem Geschlecht der Elf war und ihre Zunge zuckte ein wenig nervös heraus, um die Luft nach Informationen dazu zu ertasten, aber sie war so überlagert von Fleisch, Bier, Schweiss und anderen Ausdünstungen, dass Issana beinahe schwindlig wurde. Als Zeichen des Respekts senkte sie ihren Kopf ein wenig und breitete die vier Arme aus, um zu verdeutlichen, dass sie in friedlicher Absicht kam.
Greise glauben alles, Männer bezweifeln alles, Junge wissen alles.
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Re: Pergodia / Die Godwyn Saga

Beitrag #5 von Morth » 07.01.2017 21:51

Immer wieder hatte Mahruc die Knochen geworfen, um sich sicher zu sein das er am richtigen Ort war,
er hatte sogar ein Reh erlegt und es in die Erdhöhle unweit der Stadt geschleift um es zu opfern.
Doch alle Zeichen, Träume und Visionen führten ihn hier her. Ausgerechnet hier her in die Siedlung der Sulo.
Und noch nie hatte er so viele Sulo gesehen.. Sulo mit grüner, mit schwarzer und mit weißer Haut.
Große und kleine Sulo und bärtige die nach Mahrucs Meinung schon fast keine Sulo mehr waren, bei so viel Pelz im Gesicht.
Und mehr noch als das, sogar schuppige Sulo gab es hier, von denen sich Mahruc nicht sicher war,
ob sie nicht vielleicht doch Bestien waren die als Beute dienen könnten.
Und dann waren da noch diese gewaltigen Hütten aus Stein..

Nein dies war sicher kein Ort für einen Jigal, ausgerechnet jetzt, wo doch schon so bald die Vereinigung von
Charcaz und Hahzath bevorstehen würde. Und hier würde sich sicherlich kein Jigal Weibchen herum treiben.
Aber Mahruc konnte die Zeichen nicht ignorieren, es muss einen Grund für seine Anwesenheit hier geben,
etwas das wichtiger als die Vereinigung war und Mahruc würde herausfinden was dieser Grund war.

So hatte er am Morgen, die vor Weihrauch überquellende Höhle verlassen und hatte den Ort betreten den die Sulo Stadt nennen.
Genervt von den ganzen staunenden Blicken und ängstlichen Rufen wenn sie ihn sahen, sowie von dem Gedränge dem Lärm und den Gerüchen hatte Mahruc irgendwann entschieden,
dass es Besser war über den Steinhütten herüber zu laufen, anstatt zwischen ihnen hindurch. So hatte er auch eine viel bessere Aussicht.

Schließlich bemerkte er von einem Dach aus einen großen Platz wo viele Sulo der gleichen Art entlangwanderten und immer wieder stehen blieben um Etwas lautes zu rufen.
Zwar verstand er die meisten Worte, doch der Zusammenhang ergab wenig Sinn für ihn.
Das Wort König war ihm unter anderem völlig fremd, doch was ein König Lain der Menschheit sein soll, das konnte er beim besten Willen nicht erraten.
Doch vermutlich muss es ein Mächtiger Schamane oder ein Held sein wenn er einen so langen Namen aus so vielen Wörtern besitzt. So dachte Mahruc jedenfalls.
Was ihn genauso wunderte waren die Kreaturen auf denen die Sulo ritten.. Beute war doch dazu da um sie zu jagen, zu fressen oder zu opfern, nicht dazu um sich auf ihrem Rücken tragen zu lassen.
Doch andererseits so verstand Mahruc, waren die Sulo doch recht schwach und langsam, vielleicht waren sie darauf angewiesen.
Die großen grünen Sulo gefielen Mahruc schon viel mehr, sie erschienen ihm stark und wild, wenn auch nicht ganz so wild wie die Jigal.

Doch als im laufe der zeit immer mehr Sulo auf den Platz marschierten und die Sonne auf ihn niederstach, verlor Mahruc so langsam den Reiz der Prozession weiter zu zu Sehen.
Laut gähnend, was fast schon wie ein Löwen-brüllen klang, erhob er sich und sprang auf ein niedrigeres Dach und davon wieder auf die Straße und trabte langsam auf allen Vieren über den Platz.
Langsam bekam er Hunger und es roch hier fast überall nach etwas Köstlichem, also ließ er sich einfach wie eine überdimensionale Raubkatze von seiner Nase führen,
mitten an den vor Schreck starren Menschen vorbei, neben denen er auf allen Vieren gelandet ist.

Kurz darauf Schlängelten neun geschuppte Sulo über den Platz, von diesen war sich Mahruc beinahe sicher das sie eher Bestien waren bis einer von ihnen zu sprechen anfing.
Neugierig von diesem Anblick lies er sich wieder ablenken als er den Wyrm Bemerkte den die neun zu eskortieren schienen.
Dies war nun Tatsächlich eine Beute Nach Mahrucs Geschmack.

Als auch diese Prozession vorbei war, der er auf Abstand gefolgt war, fand sich Mahruc an einem stand wieder wo irgendwelche Sulo wohl ein spiel spielten um ihre Muskelkraft zu Messen.
Und auch eine dieser Neun schlangenhaften Sulo war dort und schien sich dafür zu interessieren.
Mahruc war unterdessen dabei die anwesenden Neugierig zu beschnuppern, die Meisten wirkten wie Sulo Krieger, so weckte es ein vages Interesse in ihm.
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Re: Pergodia / Die Godwyn Saga

Beitrag #6 von Asmodeus » 09.01.2017 20:08

Alastor ging gelassen durch die Stadt Brynan, die in Feststimmung zu schwelgen schien, er wurde zuvor von seinem Gildenvorgesetzten freigestellt, da er eine Karawane von Wolfsstrom bis hier her begleitet hatte „Nach dem 3 - tägigen Ritt will ich nur mehr einen kalten Humpen Met und eine liebliche Dirne,die mir das Bett wärmt“ er ließ mit einem Seufzer denn Kopf kurz hängen,worauf sein rotes Haar nach vorne fiel. Er rappelte sich wieder auf um nach seinem Gilden Gebäude zu suchen. Dabei sah er allerlei verschiedene Völker;von denn riesigen Schlangenmenschen bis hin zu den filigranen Elfen war alles vertreten.Er grinste ein wenig und schwelgte in Erinnerungen an seinen Mentor,der ihm oft von diesem Fest erzählt hatte, als er noch jünger war. Nach einer gewissen Zeit sah er das Zelt der Champions,an dem er vorbei ging und er dachte sich:„Da drinnen sollen sich die besten Kämpfer Pergodias sammeln?“ Grinsend ging er weiter bis er am Ende des Weges ein großes Gebäude sah, mit einem prachtvollen Torbogen,bunten Fenstern und Banner von jeder Stadt,in der die Gilde ihre Bauten hat, je einen Turm an jeder Seite der mit 2 Fahnen geschmückt war.

Auf einem sah man die Flagge Brynan´s und auf der anderen das Gildenemblem,welches das gleiche war, wie auf seinem weißem Umhang aufgestickt wurde.Es zeigte auf weißem Hintergrund, einen schwarzen Wolf,der geradeaus schaute,mit Kelchen an der linken und rechten Seite und gekreuzten Schwertern unterhalb des Kopfes. Er schritt weiter auf das Gebäude zu und vernahm immer mehr Gildenmitglieder die in Feierlaune waren. Nachdem er durch die Pforten des großen Gebäudes schritt,kam er in eine Halle,die etwas kühler war.4 Säulen stützten das Gewicht der Decke, links und rechts waren Stühle und Tische verteilt und am anderen Ende des Raumes waren die Tresen für die Verwaltung. Die Halle war leer, kein Wunder, da ja draußen ein Fest herrschte . Am Tresen angekommen sah er eine Frau im blauen Gildengewand sitzen, die gerade erst in das zarte Heiratsalter gekommen war. Die braunen Haare waren zu einem Knoten gebunden, sodass sie ihr nicht im Weg waren.Während er sie begutachtete, unterschrieb sie verschiedene Dokumente und legte sie danach auf dem Tresen ab.

Sie sah kurz auf und sagt zu ihm mit einer freundlichen Stimme:„Willkommen bei der Handelsgilde in Brynan. Was kann ich für euch tun?“ Alastor war so fasziniert von ihr,dass er einen Moment zum Antworten brauchte „Ich grüße euch. Ich bin hier,um meinen Lohn für einen erledigten Auftrag einzustreichen“ Er legte ihr einen Schein mit dem Wachsiegel der Gilde vor und blickte sie immer noch verliebt an. Die Gildenassistentin sah sich das Dokument an, berührte das Wachsiegel und murmelte irgendwas,dass er nicht verstand. Danach leuchtete das Siegel kurz blau auf und sie legte das Papier auf den Tisch und sagte: „In Ordnung Leutnant Suze. Ich bringe ihnen gleich ihre Bezahlung“ Mit einem freundlichen Lächeln erhob sie sich und verschwand im hinteren Zimmer. Kurz darauf brachte sie ihm einen großen ledernen Beutel mit Gold und stellte ihn vor ihm ab „ Das ist von den letzten 5 Aufträgen die Belohnung.

Die Gilde bedankt sich für ihre Arbeit Leutnant.“ Alastor nahm das Gold und setzte sich auf einen der Stühle, die in der Halle standen, holte kleinere Beutel heraus,die er anfing mit Münzen und Stofffetzen zu füllen und nähte sie sich in die Innenseite seiner Jacke. Einen davon band er sich eng an seinen Gürtel. Nachdem er alles verstaut hatte, verabschiedete er sich von der Gildenassistentin und ging aus dem Gildengebäude raus. Nach kurzem hin und her Rennen fand er sich in einer Bar wieder, welche den Namen „Zum weißen Raben“ trug. Es war eine eher düstere Taverne mit zwielichtigen Gestalten, wo es streng nach Tabak Rauch und Met roch. Alastor ging zum Wirt, der gerade einem Gast einschenkte. Er war ein alter, stämmiger Mann; eher ein Schmied als ein Wirt und fragte:„Was kostet ein Zimmer und Met, soviel ich trinken kann?“ Der Wirt schaute in skeptisch an und antwortete zögernd:„ 3, nein 5 Goldstücke für eine Nacht“ Alastor zögerte nicht lange und legte ihm das Gold auf denn Tresen. Der Wirt schaute ihn verwundert an und zeigte mit dem Finger nach rechts „Die Treppe rauf, das Zimmer ganz hinten ist das Beste, was ich euch bitten kann.“ Alastor setzte sich erst mal hin und sprach freudig:“ So soll mir mein erster Humpen Met gebracht werden, so dass ich auf das Fest von Godwyn anstoßen kann.“
Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.
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Badskull
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Re: Pergodia / Die Godwyn Saga

Beitrag #7 von Badskull » 13.01.2017 01:14

In dem Zelt der Champions wurde es langsam ziemlich voll, da sich immer mehr der Leibgardisten und die Champions selbst einfanden. Siegfried hatte nach einem kurzen Rundblick Val Kaneth erblickt, einen hochgewachsenen Kampfmagier, der Stolz der Arkanistengilde. Der zweite Champion der Menschen für den Hauptkampf. Siegfried hatte schon an Kaneths Seite gekämpft in weniger festlichen Scharmützeln und wusste das er sich auf ihn verlassen konnte. Der Kampfmagier nickte ihm lächelnd zu, eine Geste die Siegfried gerne erwiderte. Er ging mit seinem Becher noch durch das Zelt und besah sich die einzelnen Krieger und Veteranen. In diesem Zelt konzentriert waren wohl die fähigsten Streiter von ganz Pergodia, allein der Gedanke diese Kräfte zu vereinen... Es wurde plötzlich lauter, als die Nhuat das Zelt betraten. Siegfried, so wie viele anderen drehten sich herum zu ihnen und begrüßten sie. "Oho! DIe Riesensalamander lassen sich auch mal blicken! Kommt rein, kommt rein! NOCH haben wir Bier!" gröhlte Bolverkh und lachte schallend, worauf der ganze Tisch einstimmte. Bolverkh war ein wahres Prachtexemplar von Zwerg, ein prächtiger Bart, geflochten und gezwirbelt das es nur eine Freude war, von stämmigen Wuchs wie alle Zwerge... und natürlich schon den dritten Humpen Bier in Arbeit. Er keckerte noch weiter, als auch die Druchii die Nhuat erblickten, und eine der beiden Champions sich erhob. Soweit Siegfried wusste, war sie die Anführerin der Dunkelelfen-Leibgarde und hörte auf den Namen Zel'zhara dun. Ihr Blick lag wutentbrannt auf den ankommenden Nhuat. In ihrer schnellen, zischenden Sprache spie sie ihre Worte regelrecht den Nhuat entgegen "Ele xun udos inbal ulu s'tharl au nindyn tsak ussen?!" Der zweite Champion der Dunkelelfen, eine Druchi gehüllt in eng geschnitte Roben, die nicht nur ihren Bauch, auch die seiten ihrer Schenkel offen ließen erhob sich nur langsamer, blickte aber ebenso verächtlich. Siegfried glaubte sie war Khaz`mhonar... "Ach halt doch dein Maul du beschissene Schwarzhaut. Heute trinken wir alle zusammen, obs dir passt oder verdammt nochmal nicht!" brüllte Bolverkh nun sichtlich wütender der Druchii entgegen. Jene hatte nur eine Augenbraue gehoben und sah ihre Mitstreiterin an, die ebenso mit den Schultern zuckte. Einer der schwarzen Leibgardisten drehte sich zu ihnen herum, fiel auf ein Knie und sprach leise etwas mit Blick auf den Boden, vermutlich übersetzte er... Sobald die beiden die Worte vernommen hatten, zog Zel`zhara entrüstet den Atem ein und ihre blutroten Augen richteten sich wutentbrannt auf den Zwerg, das singende Geräusch von zwei Schwertern die gezogen wurden war erst hörbar nachdem die Klingen schon in ihren Händen ruhten und sie einen Schritt nach vorne gemacht hatte, da legte ihre Gefährtin ihr schon eine Hand auf den Oberarm "Plynn kyon.. Nind ph'naut ssran ol". Zel`zhara drehte den Kopf herum udn mahlte wütend mit den Zähnen, ehe ihre Klingen ebenso schnell wieder verschwanden und sie sich umdrehte. Die schwarze Leibgarde der Druchii atmete leise aber erleichtert auf.... vermutlich hatten sie den selben Gedanken gehegt wie Siegfried, nicht das sie gezögert hätten ihr Leben für nur eine der beiden ins Fegefeuer zu werfen...

Siegfried hatte ein neues Gesicht erblickt, das ihm noch unbekannt vorkam unter den Nhuat. Der Paladin kannte die Krieger der Nuhat nur zu gut, würdige, starke Gegner. Vor allem Zokek hatte sich unter den Menschen einiges an Respekt verdient, als er letztens Born von Hohenfels brüllend aus dem Ring geworfen und somit den Kampf für sich gewonnen hatte... Er winkte kurz seinen Knappen heran und deutete auf Texitl. Der Knappe stellte den halben Schrank den er mit sich trug auf den Boden ab und kramte nach einer Liste welche das Arcanum ihnen ausgegeben hatte... er suchte nach einem Namen "Texitl Herr. Plänkler der Nhuat... verflucht seien die krakeligen Hände der Magier..." brummelte er und Siegfried lächelte sanft, ehe er langsam auf Texitl zutrat. Der Knappe folgte ihm eilig, nachdem er mit mühe und Not den Schrank wieder aufgehoben hatte. "Seid gegrüßt Texitl von den Nhuat. Ich bin Siegfried von Mendersegen" Der Paladin nickte ihm in einer höflichen Verbeugung zu "Verzeiht den Aufruhr vorhin, aber seid versichert, nicht alle sind so denken wie die Druchii. Eure Krieger haben heldenhaft und tapfer gekämpft, trotz ihrer Vergangenheit, und gewiss ist, dass Pergodia untergegangen wäre, wären es nicht die Krieger der Nhuat gewesen die sich den Reihen der Verteidiger angeschlossen haben... Nehmt es den Dunkelelfen nicht krumm, sie können sehr nachtragend sein, Nachtragender sogar als die Zwerge...." "DAS hab ich gehört Freundchen!" rief Grimsjak der Zwerg von seinem Tisch und wuchtete seinen schwer gepanzerten Leib auf der Bank herum, hob witzelnd seine Faust als wolle er ihm drohen "Ich werd dir nie vergessen wie du meinen schönen Helm mit deinem Hammer zerdeppert hast! Das war ein Familienerbstück du Grobian!" Siegfried lachte, so wie Gramsjak, der kurz Textil zunickte "Aber stimmt schon was die Krähe da sagt. Wichtig is nur wer wir jetzt sind, nicht wer wir waren" "Achja? Und warum meckert Brungunde dann dauernd das du früher viel flotter unter den Laken warst, häh?" rief ein anderer Zwerg, worauf sich Gramsjak sofort herumdrehte, etwas wütendes erwiderte und erneut Gelächter ausbrach auf dem Tisch. Siegfried schüttelte nur den Kopf und sah wieder gen Textitl hin "Euer erster Aufenthalt in Brynan?"

Weiter draußen, nahe einem der Bierstände wurde das Armdrücken immer interessanter... Growulkur war ein ziemliches Monster, die grüne Haut glänzte, die Hauer die aus seinem unterkriefer ragten kräftig, und die Muskeln präsentierten sich stolz... für gewöhnlich. Im Moment wirkte es eher so als würden sie gleich platzen. Seine Augen quollen fast heraus, so verbissen versuchte er die vergleichsweise elegante, wenn auch gepanzerte Hand der elfe auf ihre Seite hinab zu drücken... zwar zitterten die beiden Hände vor Kraft, doch noch hatten sie sich kaum aus der neutralen Position bewegt. DIe Orks feuerten ihre Vertretung lautstark an, ein Kriegschor regelrecht welcher ihm zusprachen, während sich die Menschen eher an Tîwelé hielten und sie anfeuerten... Growulkur ächzte erst, und brüllte dann wütend, riss das Maul weit auf und blickte bestailisch auf Tîwelé hinab "BLUUUUUUT!" schrie er noch, ehe es laut schepperte, und seine Hand mit dem Handrücken auf dem Fass aufschlug. Er keuchte laut und senkte den Oberkörper, hielt sich die Schulter und gluckste zufrieden "Ich entschuldige mich" sprach er mit seiner tiefen Stimme und grinste ihr zu "Ich dachte als Frau und Elfe obendrein würd ich euch die Hand ausreißen, ich unterschätz die Spitzohren nie wieder!" er schob die beiden Münzen, den Wetteinsatz in ihre Richtung ehe er sich erhob. Einer der Dunkelelfen hatte schon sein Augenmerk auf Tiwele geworfen, doch die Menge teilte sich regelrecht, als noch jemand hinzu trat. Ein Mensch kreischte und sprang zur Seite hinweg, ehe er bemerkte dass es nicht eine der verfluchten Druchii-spinnen war, sondern etwas anderes. von weißer Haut, mit gleich vier Armen und einem langen Schlangenkörper war Issana eine seltene und gleichzeitig interessante Erscheinung. Der Dunkelelf, anders als seine Vetter ziemlich gesellig musterte sie neugierig und sah zu Tiwele hin "Dem geb ich gerne den Vortritt" sprach er und streckte die Arme gen des Fasses aus, wich zurück um der Nattara Platz zu machen. Der Ork hatte auch Augen gemacht, aber bald kehrte wieder die fröhliche Atmosphäre zurück. "Ich setz auf die Schlangenfrau!" rief der erste Zwerg schon und stampfte mit seiner Faust in der eine Münze ruhte hin zu dem kleinen Pult, auf dem ein Menschenmagier Buch führte, er strich das Gold ein und kritzelte den Zwerg auf die Seite von Issana, die er schnell eröffnet hatte. "Das ist nicht fair Stumpf!" rief ein Ork der ebenfalls zu dem Pult getreten war "Sie hat vier Arme, die Elfe nur zwei!" "Wieso ist das unfair? sie ist nun mal so geboren!" "Weil sie vier arme hat du gieriger Kerl! Sie sollte mit vier gleichzeitig drücken, so wahr ich hier stehe!" Die Meute wurde lauter obgleich dieser scheinbaren ungerechtigkeit, ehe der Magier kurz seufzte und sich erhob. magisch verstärkt rief er "RUHE!" und hob die Hände "Was fair ist und was nicht haben nicht wir zu entscheiden. Tîwelé von Rúmil wird entscheiden ob sie diese Herausforderung annimmt. Tut sie das ist es fair, tut sie das nicht, überlegen wir uns etwas anderes" Der Zwerg kratzte sich am Bart und nickte dann "Der Schreiberling hat Recht, lassen wir sie entscheiden" Der Ork nickte bekräftigend und die Augen richteten sich auf die beiden... ehe der Magier sich kurz hüstelnd erhob und zur Nattara trat, das Buch flog ihm hinterher, ebenso der Geldbeutel. Er verneigte sich vor der Nattara, ziemlich tief. "Seid gegrüßt, Issana, richtig?" Es hatte doch seinen Vorteil dazu verdonnert zu werden die Namensliste zu kopieren, was der großteil der Gilde die letzten Tage gemacht hatte...Dennoch, er wusste das die Nattara eine Zwillingsschwester hatte, also hatte er eine chance nur die richtige zu erwischen... "Ich wurde geleehrt das das Volk der Nattara Besitz kaum kennt, darum lasst mich erläutern... In diesem Wettstreit geht es um Geld" flink flog aus dem Beutel eine Silbermünze hervor die er vor der Nattara hielt. "Eigentlich kann nur spielen wer auch Geld hat. Aber da dies ein Fest ist, will ich mal nicht so sein. Bittesehr. Gewinnt ihr, bekommt ihr auch die Münze von Tiwele, verliert ihr, gehört eure Münze ihr!" er würde ihr die Münze reichen, und sich dann nochmals verbeugen, ehe er sich hinter das Podest wieder klemmen würde. Die Münze bezahlte er von seinem eigenen Lohn, der ihm als Wettmeister zustand. Das fiel nicht ins Gewicht, so sehr wie die Menge wetten wollte bei diesem ungleichen paar hatte er das locker wieder drinnen... Und so lagen die Augen der Anwesenden auf diesen Beiden... ob es überhaupt zu einem Duell kommen würde oder nicht. DIe Leute warteten schon mit dem Geld in ihren Händen, der Magier nahm Geld erst an wenn Tiwele zugestimmt hätte...

Unweit davon, ganz in der Nähe sogar, hielt sich ein junges Elfenmädchen namens Elywen an der Hand ihrer Mutter fest. Sie trug Blumen in ihrem Haar und hatte einen Finger im Mund auf dem sie nuckelte. das kurze, hellblonde Haar fiel ihr immer wieder ins Gesicht, was sie mit ihren noch etwas unbeholfenen Händchen wieder hinters Ohr pappte. Die Prozession war aufregend, sie sah so vieles was ihr im Reich der Elfen nie jemand erzählt hatte. Ihre Eltern waren stolz mit der Elfenprozession einher marschiert, und hatten sich nun unter das Volk gemischt, redeten, aßen und betrachteten so manchen Gaukler, die an diesem Tage so viel verdienten wie im ganzen Jahr zusammen sonst... wenn auch in unterschiedlichster Währung. Das Mädchen war nicht an dem Gespräch ihrer Mutter interessiert, und sah viel lieber durch die Menge. Vor den großen Spinnen fürchtete sie sich schon, aber alles andere war so interessant... vor allem als sie etwas erblickte das ihr Herz regelrecht höher schlagen ließ! Eine flinke, wenn auch imposante Gestalt, die sich plötzlich von den Dächern geworfen hatte und federleicht aufgekommen war "Kaza!" rief sie erfreut und zeigte mit dem Finger darauf, doch ihre Mutter war zu beschäftigt mit einem anderen Elfen über die Druchii zu lästern "Mama, Kaza!" sprach die kleine Elywen nochmals nachdrücklich, doch ihre Mutter wollte nicht hören, und das "Kaza" sah so aus als wolle es weg! Die kleine Elfe zog an der Hand ihrer Mutter, doch die hielt sie eisern fest, und so kam sie nicht weit... quengelig lehnte sie sich dagegen, als plötzlich ein Zwerg des Weges kam, vor sich gleich zwei Fässer Bier aufgestapelt... und direkt durch die beiden Hände trat. DIe Mutter erschrack und ließ Elywen los, der Zwerg stolperte, versuchte verzweifelt sein Gleichgewicht zu halten und es gelang ihm sogar. An den Fässern vorbei lugte ein bärtiges Geicht zu der noblen Elfe hoch "`tschuldigung Miss!" meinte der Zwerg und ging weiter seines Weges. Die Mutter blickte ihm nach und sah zu Elywen hin... nur das jene gar nicht mehr hier war...! "Elywen? Elywen? Fiodar! Wo ist Elywen?" Die Elfen verstummten augenblicklich, und suchend gingen Blicke über den ganzen Platz... Rufe wurden laut, doch Elywen hatte sich auf wegen die nur kindern offen standen unter einem karren hindurch auf die Queste begeben das "kaza" zu fangen!

Einfach war es ja nicht gewesen, das Wesen war schnell und geschickt, bewegte sich so geschmeidig... doch wo Mahruc sich durch Menschenmengen drängen muste, rannte Elywen einfach durch viele hohe Beine hindurch und nahm die Verfolgung auf. Dennoch war Mahruc schneller, und kam zu dem Platz an dem Armgedrückt und gerade eben dabbattiert wurde ob man jemanden mit vier Armen überhaupt zulassen sollte... Gerade als Mahruc näher an die Menschen heranwollte, fühlte er plötzlich ein schweres Gewicht an seinem rechten Bein, als Elywen sich siegreich darum geklammert hatte und hell auflachte "Kaza! Nicht weglaufen! Elywen findet dich schön!" brabbelte das Elfenmädchen und begann das Bein zu streicheln, ihm durch das Fell zu fahren. Wo alle anderen den Jigal eher misstrauisch oder furchtsam begegneten, für Elwywen gab es das alles noch nicht in ihrer unbescholtenen Welt. Aber eine so große Schmusekatze war etwas Besonderes für sie "Wer bist du? Und warum bist du so groß?" wollte das Mädchen dann noch wissen und sah zu ihm hoch, eine ordentliche Distanz da der Größenunterschied gigantisch war, aber das störte sie nicht... sie hatte das "Kaza" erwischt!

In einer Taverne, nicht unweit von dem Platz an dem die Muskelkraft gegeneinander erprobt wurde, lag die Taverne zum weißen Raben. An sich keine noble Absteige, doch es war gemütlich, es gab immer kühles Bier und die Schankmaiden waren recht lieblich anzusehen. Als der rothaarige Mann eintrat, bemerkte er schnell das es kein guter Zeitpunkt war um eine Taverne aufzusuchen, sie war ziemlich voll, alle Plätze schienen belegt zu sein, und so wurde das kaum etwas mit dem Sitzplatz fürs erste... Der Humpen Met, oder... der erste der vielen wurde ihm bereits vom Wirt in die Hand gedrückt, als er schon die nächste Schankmaid mit Krügen gen der Orks bugsierte, welche sich scheinbar ein Wett-trinken mit ein paar Menschen angefangen hatten. Es war laut hier...
Manche sagten, man könnte Blicke spüren die auf einem lagen. Alastor fühlte sich auf jeden Fall gerade beobachtet und das aus einer der ruhigeren Ecken... Dem anschein nach eine Frau, gekleidet in rote Stoffgewänder die mit schwarzen Flammen umwoben war. Ihre Haare waren glatt und seidig, und bedeckten eines ihrer Augen, das andere blickte himmelsblau direkt auf ihn. Sie hatte volle Lippen, ein edles Gesicht... und sollte er zu ihr blicken würde sie sich kurz umsehen, ehe sie ihm unaufällig bedeutete sich zu ihm zu setzen...
Alastor nahm einen großen Schluck aus seinem Humpen und wischte sich die Tropfen von seinem Kinn, er freute sich über denn kühlen Met, auch wen es keine freien Plätze mehr gab. Nach kurzen umsehen bemerkte er, das eine wahre Schönheit in des Öfteren ansah, er war skeptisch, da so jemand nicht in einem heruntergekommen Gasthaus kommen würde, doch wollte er nicht die Gelegenheit auslassen, solch eine Schönheit abhanden zu kommen lassen. Kurz darauf als sie ihm unauffällig deutet sich zu setzen, Kamm er langsam auf sie zu und setzte sich neben sie und fragte im selben Atemzug "Eine schöne Blume wie ihr, in einem Gasthof wie diesem, entweder habt ihr einen Auftrag oder es handelt sich um einen Irrtum?" Alastor schaute sie Musternd und ein wenig lüstern dabei an.
Als er näher getreten war, begann sie tatsächlich etwas schüchtern zu lächeln... Sie wartete bis er sich gesetzt hatte und trank aus ihrerm Krug ebenso Met, schluckte ihn genüsslich hinab und suchte sichtlich nach Worte, ehe sie ihm kurz bedeutete zu warten, und aus ihrem Ärmel einen Stein hervor zog. Er war flach und glatt, sah aus wie ein Stein den man gut über das Wasser schnippen konnte... bis sie ihre Finger darauf legte und eine scharfzackig gezeichnete Glyphe anfing wohlig blau zu schimmern... Es wirkte als würde die Taverne leiser werden um sie herum, bis fast vollkommene Stille eingekehrt war. Sie lächelte nochmals "Danke für die netten Worte Herr... aber ich glaub kaum das es sich hier um einen Irrtum handelt. Ich wollte nur Fragen... ist alles in Ordnung? Oder... beginnen wir gar bereits?"
Alastor´s Mine, wurde finster, er nahm langsam einen Schluck von seinem Met und führte, mit ruhiger stimme, fort "Das ist ein nützlicher Zauber aber nun, da wir ungestört sind, lasst meine Ohren doch hören was eure verführerischen Lippen zu flüstern haben, verehrte Magierin" er stellte den Becher ab und griff mit einer Hand zu seinem Dolch, auf dessen griff seine Hand nun ruhte, mit seinem Auge blickte er sie scharf an und wartete auf ihre Antwort.
Die Dame runzelte etwas die Stirn als Alastor sie so ansprach... sie schüttelte kurz den Kopf, schien nicht zu verstehen "Ich wollte nur fragen... ist alles in Ordnung? Beginnen wir bereits, oder was macht ihr sonst hier? Mir wurde gesagt eure Art würde in der Kanalisation warten, um den Schamanen, Magiern und Paladinen aus dem Weg zu gehen? Ist etwas passiert?" Sie hatte beide Hände um den Krug gelegt und blickte ihn etwas skeptisch an
Alastor entspanne sich ein wenig und dachte darüber nach was er antworten soll, mit einem lachen auf den Lippen fragte er sie "seit ihr mir unterstellt?" er nahm wieder einen großen Schluck aus seinem Becher setzte ihn ab und wartete auf eine Antwort.
Man sah der Dame an das sie nicht ganz mit diesen Antworten gerechnet hatte... seine Frage stimmte sie nachdenklich "Das kommt darauf an, wie lautet euer Name?" fragte sie neugierig und legte den Kopf leicht schräg
"Alastor" sprach er "Alastor Suze" fügte er noch hinzu, er wartete darauf das die Dame
Sie nickte langsam... und begann dann ebenfalls zu lachen, ihre Schultern hoben und senkten sich, ebenso wie sie den kopf neigte als müsse sie tief in den Metkrug starren "Verzeiht... ich hatte tatsächlich jemand anderen erwartet. Mir scheint der Alkohol wohl nun doch langsam zu Kopf gestiegen zu sein" sie hob den Blick wieder zu ihm hin und schmunzelte "Ihr seht jemandem den ich kenne sehr ähnlich... Verzeiht all die... Geheimniskrämerei, aber wir planen eine Überraschung zu Godwyns Festtag und ich befürchtete schon etwas schief gehen..." sie lächelte herzig ihm entgegen
Alastor blickte seufzend auf den Tisch und sprach "Meine Güte ich hoffe das ich nicht bei der Wachen ein Wort über die Kanalisation verliere oder gar bei denn Paladinen" er blickte sie nun seitlich an und man sah wie seine Augen funkelten.(bearbeitet)
"Das hoffe ich auch, wäre wirklich schade wenn die Überraschung platzt, wir haben lange für diese Aufführung geprobt..." meinte sie, das Lächeln wirkte nicht mehr ganz so echt "Vor allem da sie dir wohl sehr gut gefallen dürfte... wenn mich meine Intuition nicht täuscht wohlgemerkt..." Sie nippte nochmals an ihrem Met und musterte ihn kurz "Seid ihr auch gekommen um zu Feiern, Herr Suze?"
Alastor erhob sich und trank seinen letzten Schluck Met aus, er ging zu Tresen und ließ sich seine Flasche mit feinsten Schnaps füllen, bezahlte und ging an der Dame vorbei, blieb stehen, flüsterte die Worte "Es ist normalerweise gegen meine Prinzipien ohne Bezahlung zu arbeiten, aber bei euch mach ich wohl einen ausnahm vielleicht zahlt ja diese Godwyn gut für diese Information" Lachend ging er weiter und öffnete die Tür, die nach draußen führte.
Die Dame war sitzen geblieben, die Hände mit dem Ellenbogen abgestützt auf dem Tisch aufgebahrt und das Kinn darauf gelegt. Sie schmunzelte leicht und sah ihm weiterhin nach "Gut möglich... oder sie ist bitter enttäuscht weil unsere Überraschung nicht geklappt hat. Es war mir eine Freude, Alastor Suze..." murmelte sie, und würde sitzen bleiben, nur die Rune packte sie wieder zurück in ihren Ärmel
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Hikari
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Pergodia / Die Godwyn Saga

Beitrag #8 von Hikari » 28.01.2017 22:25

Im Schatten des geflügelten Helmes funkeln die stahlblauen Augen der Elfe auf. Ihre Pupillen fast gänzlich von derselben Farbe verschluckt, wie die Iris der Frau. Die Augenbrauen zusammengezogen, bildete sich eine tiefe Falte in ihrer Stirn, als sich die Hochelfe darauf konzentrierte nur geringe Mengen Magie in ihr Blut fließen zu lassen. Die Lippen verzogen zu einem grimmigen Zähnefletschen, dass selbst einem Ork Konkurrenz gemacht hätte, fixiert die Hochelfe den Arm ihres Gegners und hält scheinbar spielend Stand.
Nur einen Moment lang geht ihr Blick zu dem Dunkelelf der geduldig darauf wartet als nächster dran zu sein, ihre Lippen verziehen sich zu einem Grotesken Lächeln, die Zähne immer noch entblößt.
Als sie noch einen Tropfen mehr Magie durch ihren Arm fließen lässt und der Ork „Blut“, schreit bevor sein Arm endlich zu Boden geht, wirkt Tîwelé Rúmil für einige Augenblicke perplex, ja gerade zu erschrocken. Sekunden lang horcht sie in sich hinein, sucht den Schmerz, doch findet ihn nicht. Erleichtert atmet sie aus, gerade als sich der Ork bei ihr entschuldigt.
Nur leicht neigt sie das Haupt zur Seite. Das freundliche Lächeln, zwar nicht zu sehen, aber zu hören. „Es war mir eine Ehre.“ Sie beugte sich leicht nach vorne und das Lächeln wurde zu einem dumpfen Lachen. „Aber wisst ihr. Wenn ein Elf einen Elf Spitzohr nennt ist das akzeptabel. Aber wenn ein Ork einen Elf Spitzohr nennt könnte das möglicherweise nicht… so gut aufgefasst werden.“ Ihre Stimme klang freundlich, wie eine alte Freundin die ihrem vorherigen Gegner einen gut gemeinten Ratschlag gab, doch noch bevor der Ork etwas erwidern konnte, hob sie beschwichtigend die Hände. „Natürlich. Steht es euch frei, wie ihr uns nennt.“, fügte Tîwelé noch sanfter hinzu, bevor sie endlich den Wetteinsatz in einem kleinen Lederbeutel verschwinden ließ und mit den Augen den Dunkelelf fixierte, welcher sich bereit machte sich mit ihr in einem freundschaftlichen Wettkampf zu duellieren.
Doch keiner von beiden kam zu dem erhofften Wettstreit, als sich die Menge teilte und Issana sich ihren Weg durch die Menge bahnte. Wie auch der Rest der Anwesenden, hefteten sich die wieder normalen Augen der gepanzerten Hochelfe an die Schlangenfrau. Sie hatte Gerüchte und Geschichten gehört und Bücher über dieses fremde Volk gelesen, aber sie hatte nie erwartet einmal einen Abgesandten des Volkes persönlich zu treffen. Das freundliche Lächeln auf ihren Lippen verzog sich zu einem breiten Grinsen und die Augen der Elfe funkelten vor Vorfreude auf, als sie die vier Arme der Schlangenfrau sah und ihr Interesse an dem Wettstreit vernahm.
Stumm sah sie dabei zu wie der Magier zunächst für Ruhe sorgte, bevor er in aller Ruhe der neuen Herausforderin das Regelwerk erklärte. Die Enttäuschung über den Verlust des dunkelelfischen Herausforderers war vergessen und einer inneren Unruhe gewichen. Gerade zu aufgeregt wirkte die Elfe und trommelte mit ihren Finger unruhig auf den Fass herum, wagte es aber nicht unhöflich genug zu sein und den Menschenmagier und Wettmacher zu sagen, dass er sich in seinen Ausführungen etwas mehr beeilen sollte.
Als er endlich geendete hatte, schob sie wie selbstverständlich eine Silbermünze als Wetteinsatz hinüber, legte wieder den Kopf leicht schief und lächelte im Schutz der Rüstung. „Es wäre mir eine Ehre, mich mit einer solch interessanten Gegnerin zu messen.“, dabei hob sie Arm wieder auf das Fass und brachte sich in Position. Keinesfalls würde sie sich die Blöße geben vor den Augen eines Dunkelelfen zu verlieren und wenn sie dafür Bluten würde. Sie würde diesen kleinen scheinbar harmlosen Wettstreit gewinnen.

Das Schlangenwese war positiv überrascht, dass ihr Gegenüber ihren Namen kannte und sie nicht mit ihrer Schwester verwechselte, was den meisten Wesen geschah, die sich mit den Zwillingen konfrontiert sahen. Sie liess ihre Zunge einige Male aus ihrem Mund schnelle, als sie die Münze in der Hand des Magiers betrachte und abwägte, ob sie seine Grösszügigkeit einfach so annehmen konnte. Ihre Augen schweiften über die Anwesenden Rassen, die unterschiedlich auf ihr Auftauchen reagiert hatte, wobei sie ein wenig überrascht war, mit welcher Leichtigkeit man ihre Anwesenheit akzeptierte. „Wir Nattara mögen nicht viel besitzen, aber wir sind nicht auf Almosen angewiesen“, erklärte sie dem Magier sanft aber bestimmt, bevor sie ihre Kopfbedeckung aus bunten Knochen abnahm und sie ihm als Einsatz reichte. „Es ist kein Silber, aber doch von grosssem Wert.“ Der Magier betrachtete den Gegenstand ein wenig kritisch, dann beugte er sich aber dem Druck der Menge, die unbedingt ein Kräftemessen zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Parteien sehen wollten und der Ungeduld, die die Elfe durch das Fingertrommeln ausdrückte. „Wie ihr wünscht, Issana“, sprach der Mann und begann die Wetteinsätze einzusammeln, nun da es definitiv zu dem Wettstreit kommen würde. Issana schlängelte sich näher an das Fass heran, zog ihren Schwanz zu sich, damit sie weniger Platz einnahm und musterte ihren Gegner, von dem sie nun wusste, dass es eine Elfin war. Dennoch war es irrititierend, keine Anhaltspunkte dafür zu haben, weder im Geschmack, noch anhand der Stimme, die unter dem Helm erklang, aber sie würde sich davon nicht weiter ablenken lassen. Also beugte sie sich näher an das Fass heran, legte ihr Ellbogen darauf und liess erst einmal nur zu, dass eine ihrer Hände von Tîwelé ergriffen werden konnte, die zweite würde sie danach aussen anlegen, um mehr Kraft einsetzen zu können. Issana hatte sich einen Plan zurechtgelegt, war aber nicht sicher, ob sie diesen verfolgen sollte, da es für sie sehr schwer war, ihr Gegenüber einzuschätzen. Sie beschloss anfangs nur die Kraft eines Armes einzusetzen und den zweiten zur Stabiliserung zu verwenden, aber sollte sich das Kräfteverhältnis zu ihren ungunsten wenden, würde sie auch den zweiten Arm mit voller Stärke in die Waagschale werfen. „Wir können beginnen, wann immer ihr bereit seid“, sagte die Schlangenfrau, wobei sie den Helm ihres Gegners fixierte, als würde sie versuchen, das Gesicht dahinter zu erspähen und ihre Zunge immer wieder nach dem Geschmack der Luft leckte.

„Wir können beginnen, wann immer ihr bereit seid.“, ertönte die Stimme des Nattara Champions nicht unweit von ihr und die Hochelfe ließ sich dies kein zweites Mal sagen. Fast augenblicklich ergriff sie die Hand ihrer Gegnerin. Ihr Augen fixierten stumm die von Issana, während sie den Griff noch einmal verstärkt.
Der Arm, welcher anfänglich nicht stärker zu sein schien, als der eines einfachen Menschen baute langsam an Druck auf. Immer kräftiger schien die Elfe den Arm der Nattara auf das Fass pressen zu wollen und tatsächlich nahm die Kraft des Armes immer mehr zu, bis der Arm der Schlangenfrau anfing leicht zu zittern. Unter dem Helm ertönte ein leises, zufriedenes Lachen. Noch hatte die Elfe keine Magie durch ihr Blut fließen lassen müssen und sie war sich fast sicher, dass das selbst bei einem zweiten Arm nicht tun müsste. Ihr Blick geht kurz zu dem Dunkelelfen, welcher sich einen Platz nahe des Fass gesucht hatte, um die Szene besser überblicken zu können und das eigentlich helle, aber durch den Helm abgestumpfe Lachen der Hochelfe, wurde zu einem grimmigen Knurren, als ihre Zähne aufeinander schlugen. Sie würde nicht verlieren! Und wenn sie ihren Arm bei dem Versuch verlieren würde. Für ihren König. Für ihr Volk. Für Vala! würde sie vor den Augen eines Dunkelelfen nicht verlieren.
Ihre Augen fixierten wieder Issana, das Knurren verebbte, als sie noch stärker drückte in dem Versuch, das Schauspiel zu beenden, bevor die Schlangenfrau auf die Idee kam ihren zweiten Arm einzusetzen, denn plötzlich, ob Eingebung oder Wink des Schicksals lief der Elfe ein Schauer über den Rücken, als sie darüber nachdachte, dass der zweite Arm vielleicht doch dafür sorgen würde, dass sie verlor.

Issana setzte erst nur zögerlich ihre Kraft ein, liess die Elfin das Zepter übernehmen, um ein Gespür für diese Gegnerin zu bekommen. Beobachten und analysieren gehörten zu den Grundpfeilern eines jeden Jägers der Nattara, doch als der Druck plötzlich stieg, begann sich Issanas Hand zu bewegen und beinahe hätte sie den Moment verpasst, in dem die zweite Hand zu spät gekommen war, aber sie reagierte blitzschnell und unterstütze die erste. Sie versuchte das Lachen der Elfin auf Zeichen der Anstrengung zu analysieren, aber der Held dämpfte den Ton zu sehr, so dass sie instinktiv ihre Zunge zwei drei mal heraus schnellen liess, aber es gab keinen Geruch zu schmecken. Sie legte den Kopf schräg, zuerst nach links, dann nach rechts, hin und her, in einem Versuch, die Konzentration ihrer Gegnerin zu stören, bevor sie die gesamte Kraft ihrer beiden Arme in einer Explosion aus Kraft einsetzte, ähnlich, wie wenn sie Fangzahn, ihren Bogen, durchziehen musste, um seine gesamte durchschlagende Kraft freisetzen zu können. Sollte das nicht gelingen, würde die Nattara diesen Druck nur etwa zehn oder fünfzehn Sekunden aufrecht erhalten können, bevor ihre Arme erlahmten, da sie es sich nicht gewohnt waren, gleichbleibenden Druck über längere Zeit aufrecht zu erhalten.

Der zweite Arm kam nicht unerwartet, aber stärker als es ihr ihre Eingebung gesagt hatte. Nicht vorbereitet auf die plötzliche Welle an Kraft, gab Tîws eigener Arm mit einem überraschten Keuchen nach. Zu überrascht von dem immensen Unterschied, der dieser eine Arm ausmachen konnte, ging der Arm der weißhaarigen, gerüsteten Elfe fast zu Boden, bevor sie ihre Magie wirken lassen konnte.
Ihre Stirn legte sich wieder in Falten, als sich die Brauen von Tîwelé zusammenzogen und ihre Pupille erneut fast gänzlich von dem Stahlblau verschluckt wurden. Die Kraft der Hochelfe reichte gerade einmal, um die Niederlage zu verhindern, nicht jedoch um den erwünschten Sieg einzufahren.
Zäh und für ihren Geschmack zu langsam floss die Magie durch ihr Blut in ihren Arm und verstärkte diesen. Sie kniff die Augen zusammen, als ihr bewusst wurde, dass selbst das nicht ausreichen würde. Es reichte um die Nattara zurückzudrängen, aber immernoch nicht zu besiegen, also erhöhte Tîw erneut den Magiefluss.
Von dem Moment an, an welchem die Nattara ihren zweiten Arm eingesetzt hatte, bis zu dem Moment als die Hochelfe die Schlangenfrau zurückdrängte und sicher ihrem Untergang zuführte waren kaum 10 maximal 15 Sekunden vergangen, doch Tîwelé sollte nie zu ihrem Sieg kommen. In dem Moment in dem sie Issanas Arm unerbitterlich Richtung Fassdecke drückte, ertönte die Stimme eines kleinen Elfenmädchens in der Menge von Zuschauern. "Kaza! Nicht weglaufen! Elywen findet dich schön!"
Automatisch geht der Blick der Kriegerin durch die Menge an Zuschauern. Kurz bleibt ihr Blick an Issana und dem Dunkelelfen hängen. "Wer bist du? Und warum bist du so groß?", erklang die Stimme des Mädchens erneut und die Hochelfe schaffte es endlich die Quelle der Stimme zu ermitteln.
Das Armdrücken war augenblicklich vergessen als Tîwelé das kleine Mädchen sah, welches das Bein eines Jigal umklammert hatte und der Wächterin Valas lief es kalt den Rücken hinab. Ruckartig ließ sie den Arm der Schlangenfrau los. Das Fass auf welchem sie gesessen hatte, wurde ruckartig wegstoßen und rollte in die Gruppe Schaulustiger, als Tîwele auf ihre Füße sprang. Unglaublich schnell zog die Wächterin ihr Schwert und die Träne Valas blitzte kurz auf, als sie es im Sonnenlicht vor ihren Körper schwang und auf den Jigal richtete. Die Magie, welche noch immer durch ihren Körper floss, vertreilte sich nun ebenmäßig in ihrem Blutkreislauf und würde im Falle eines Kampfes dafür sorgen, dass sie trotz der schweren Rüstung aus Widruîn, sowohl mit unglaublicher Stärke als auch Schnelligkeit auf ihren Gegner los gehen konnte. Der Preis jedoch würde hoch sein. Das wusste die Hochelfe.
„Pfoten weg, Samtpfötchen!“, ertönte die Stimme der Wächterin nun laut und klar über den Köpfen der anwesenden Meute hinweg, während sie ihren Stand verfestigte und das Schwert kräftiger packte.

Zu Issanas Überraschung funktionierte ihre Taktik, der urplötzliche Kraftschub drängte die Elfin zurück und schaffte eine Möglichkeit, das Momentum weiter zu tragen, vielleicht sogar zu einem Sieg. Dann veränderten sich die Pupillen ihrer Gegnerin und es war an der Nattara, überrumpelt zu werden, als sich der Arm der zierlichen Elfe keinen Millimeter mehr weiter verrücken liess, sondern langsam Paroli bot. Issana spürte, wie ihre Muskeln müde wurden, weil sie es nicht gewohnt waren, so lange durchgehend alle Kraft einzusetzen, ihre Arme zitterten, sie verlor nach und nach an Boden und fand sich schon damit ab, ihre Niederlage eingestehen zu müssen, als der Fokus er Elfin von dem Armdrücken weg zu einem Punkt jenseits der Nattara ging. Perplex verfolgte sie den radikalen Wechsel in der Körperhaltung, von konzentriert angestrengt zu angespannter Kampfbereitschaft und die Nattara zuckte instinktiv zurück, wobei sie nach Fangzahn griff, um sich zu verteidigen. Die Elfe schnellte, ihr Schwert in der Hand, an Issana vorbei, die der Bewegung folgte und daraufhin bemerkte, dass eine massiger, zweibeiniger Katzenmensch in ihrer Nähe stand, zu dessen Füssen ein kleines Mädchen bewundernd an ihm hoch sah. Mit einem Zischlaut fluchte Issana auf Nattara und folgte der Elfin mit schlängelnden Bewegungen, um sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, wobei sie aber wusste, dass nicht genug Zeit blieb, Fangzahn zu bespannen. Sie verfluchte sich selbst, keinen der kleineren Bögen mitgenommen zu haben, denn so blieb ihr nur übrig, Fangzahn als Knüppel zu missbrauchen. Schräg zu Tîwele fasste sie den Jigal ins Auge, wobei sie ihren Körper absichtlich kleiner machte, als er war, um den Katzenmenschen nicht zu einer Geste der Dominanz zu provozieren, wobei sie den Bogen, der noch immer in Ledertuch umwickelt war, mit ihren beiden rechten Händen hielt, so dass die Spitze ebenso nach unten zeigte. Dies war nicht er Zeitpunkt für Drohungen, dachte sich die Schlangenfrau und überliess es der Elfin, mit dem Jigal zu sprechen.
"...I’m not the man who jumps in the line of fire. But that’s the kind of man you deserve so… I’ll do my best"
Lowell Tracey

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@ Hagen « Di 6:57 pm »
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@ Hikari « Fr 1:46 pm »
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@ Morth « Do 6:40 pm »
Hallöchen
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has started a new topic: Von Bänkelsängern und Edelleuten
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@ Hagen « Sa 1:13 am »
net wundern..ich bin es..Roderik...nur unter altem Namen..ihr wisst doch, ich bin vergesslich...also muste ich mich neu anmelden
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has replied to: Vampir-Play
@ Morth « Mi 10:28 pm »
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